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Zweiter Band.
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und eine vorher gegangene heftige Kanonade genommen wer-den könne. Es entstand daher unter den verbündeten Feld-herren, welche sich glücklicher Weise gerade persönlich über diezu ergreifenden Maßregeln besprechen konnten, die Frage, obes nicht rathfamer wäre, die stark befestigten Linien von St.Denis und Montmartre dadurch zu umgehen, daß die eineArmee dieselben maskirte, wahrend die andere rechts abmar-schirte und weiter stromabwärts nach dem linken Seine-Uferüberginge. Durch diese Bewegung wurden die verbündetenHeere zwar meist auseinander gezogen und getrennt, dadurchferner dem Feinde die günstige Chance geboten, sich nicht blosauf der Defensive zu halten, sondern auch, wenn ihm hierzuder Wille und die Kraft nicht fehlte, den Umstanden gemäßzur Offensive überzugehen. Indessen alle diese Nachtheile wur-den von den Vortheilen, welche der Plan darbot, bei weitemüberwogen. Man durchschnitt dadurch die Kommunikation mitder Normandie, von wo aus Paris seine hauptsächlichste Zu-fuhr bezog, während durch das Näherkommen der baierschenArmee die Hilfsquellen der Hauptstadt auf der entgegen ge-setzten Seite immer mehr beschränkt wurden. Beide Feld-herren konnten dann ihre Heere gleichzeitig auf verschiedenenPunkten zeigen, und mußten durch das fortgesetzte Entfal-ten der Kraft, welche ihren Marsch charakterisirte, der be-siegten Armee und den Bürgern weit mehr imponiren, alswenn sie ihre kombinirten Operationen auf einen Angriff derfesten Linien von St. Denis beschränkt hätten.

Dieses letztere erforderte aller Wahrscheinlichkeit nach Zeit,und Zeitgewinn war ja das große Objekt, welches die fran-zösische Regierung bei ihren wiederholten Anträgen auf Ein-stellung der Feindseligkeiten im Auge hatte; sie wollte dadurchentweder die Koncentrirung und Organisirung ihrer Streit-mittel erleichtern, oder hoffte, von den Alliirten günstigere Be-