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dingungen zu erhalten. Auch wußte man ziemlich sicher, daßwenn gleich auf dem rechten Seine-Ufer Befestigungsanlagenaufgeworfen waren, die Vertheidigung des linken Ufers Ver-gleichsweife vernachlässigt worden war. In der Annahme die-ses Planes wurde man noch durch die Meldung des Majorsvon Colomb bestärkt. Derselbe fand nämlich die direkt nachMalmaison führende Brücke von Chatou zerstört, war dahersogleich nach der von St. Germain geeilt und hatte sich die-ser gerade in dem Augenblick bemächtigt, als die Franzosen imBegriffe standen, auch sie zu zerstören. Eben so war nochweiter unterhalb die Brücke von Maisons genommen und be-setzt worden.
Der preußische Feldherr benutzte ohne Zeitverlust den ihmdurch die Wegnahme der Seine-Brücke gebotenen Vortheil.Oberst-Lieutenant von Sohr erhielt den Befehl, mit seinerKavallerie-Brigade (den brandenburgischen und pommerschenHusaren) in der Nacht aus der Gegend von Louvres aufzu-brechen und seinen Marsch so einzurichten, daß er am folgen-den Morgen die Seine bei St. Germain überschreiten könne.Von da aus sollte er weiter vorgehen und am 1. Juli aufder Straße von Paris nach Orleans erscheinen, dort die Kom-munikation unterbrechen und die Verwirrung, welche durchdie Flüchtlinge aus der Hauptstadt entstanden war, vermehren.Im Allgemeinen sollte er selbstständig und geheim agiren, undwo möglich die Heranschaffung von Lebensbedürfnissen aus denwestlichen und südlichen Provinzen verhindern.
Es war bestimmt worden, daß die preußische Armee zurUeberschreitung der Seine rechts abmarschiren und zur Mas-kirung dieser Operation die Vorposten des isten und 4ten Ar-mee-Korps bis zu der am Abende des 30. erwarteten Ankunftder englisch-allürten Armee in ihrer gegenwärtigen Stellungstehen lassen solle. Das 3te Armee-Korps sollte am 30., um