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Zweiter Band.
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erneuerten Krieges beimaß, sich bisher enthalten, irgend eineihm gemachte Mittheilung der französischen Behörden persön-lich anzunehmen oder schriftlich zu beantworten. Er beschäf-tigte sich ausschließlich mit der militärischen Lösung des gro-ßen Problems, auf welchem der Frieden Europa's berührte.Jetzt aber konnte er wahrscheinlich die ihm gebotene günstigeGelegenheit, dem Marschall, unter dessen Kommando zu Ham-burg die größten Excesse an seinen Landsleuten begangen wor-den waren, eine scharfe Erwiderung zu geben, nicht ungenutztvorübergehen lassen. Er schrieb daher in seinem rauhen va-terländischen Deutsch (dadurch gleichsam seine Verachtung dergebräuchlichen diplomatischen Form der Mittheilung und seineAbneigung selbst gegen die Sprache des Landes, welches erso innig haßte, ausdrückend) folgende Antwort:

„An den französischen General Davoust."

„Mein Herr Marschall!"

„Es ist irrig, daß zwischen den verbündeten Mächten undFrankreich alle Ursachen zum Kriege aufgehört haben, weilNapoleon dem Thron entsagt hat; dieser hat nur bedingungs-

wieder gut machen muß, welche Ihr so gedankenlos auf dem Pa-piere begeht." Die folgende Thatsache zeigt, daß keine persönlicheRücksichten ihn abhielten, seinen bittern Humor an den großen Di-plomaten der Zeit auszulasten. ES ist wohl bekannt, daß er unmit-telbar nach der Konvention von Paris äußerst begierig war, dieBrücke von Jena zu zerstören, und daß nur die dringendsten Vor-stellungen des Herzogs von Wellington ihn davon abhalten konnte.Bei dieser Gelegenheit reichte ihm der Graf von der Golz, seinfrüherer Adjutant und damals preußischer Gesandter in Paris, imNamen des Fürsten Talleyrand eine Bittschrift wegen Erhaltungder Brücke ein. Blücher schrieb eigenhändig wieder: „Ich habebeschlossen, die Brücke zu sprengen, und ich kann Ew. Excellenznicht verhehlen, wie viel Vergnügen es mir gewähren würde, wennM- Talleyrand sich vorher auf dieselbe stellen wollte. Ich bitte Sie,diesen meinen Wunsch ihm bekannt zu machen."