Band 
Zweiter Band.
Seite
361
JPEG-Download
 

und wenn die Menschheit für das nutzlos vergossene BlutRechenschaft fordert, dann wird sie nicht jene braven Männeranklagen, welche nur kämpften, um ihren Heerd vor den Gei-ßeln des Krieges, vor Mord und Plünderung zu schützen undum mit ihrem Leben die Sache der Freiheit und jener Unab-hängigkeit zu vertheidigen, deren unvorschreibbares Recht selbstin den Manifesten ihrer Feinde anerkannt wird."

„Unter solchen Verhältnissen dürfen Eure Repräsentan-ten nicht vergessen, daß sie gewählt worden sind, um die In-teressen der ganzen Nation, nicht aber die einer einzelnen Par-tei, wahrzunehmen. Jeder Akt der Schwäche wird sie ent-ehren und nur dazu dienen, die zukünftige Ruhe Frankreichszu gefährden. Während die Regierung alle in ihrer Machtstehenden Mittel anwendet, um einen dauernden Frieden zuerlangen, oder wenn dies nicht gelingen sollte, die Batailloneder Fremden zurückzutreiben, kann sie der Nation keine grö-ßeren Vortheile verschaffen, als daß sie die Grundlagen einermonarchischen und repräsentativen Regierungsform sammeltund feststellt, um durch dieselben allen Bürgern den freienGenuß jener heiligen Rechte zu sichern, welche mit so zahl-reichen und großen Opfern erkauft worden sind^ und daß sieum die nationalen Fahnen jene große Masse der Franzosenfür immer versammelt, welche kein anderes Interesse und kei-nen andern Wunsch haben, als eine ehrenvolle Ruhe und einevernunftgemäße Unabhängigkeit."

„Die Kammern glauben daher, daß ihre Pflicht undihre Ehre es fordern, Niemand als gesetzmäßiges Oberhauptdes Staates anzuerkennen, der bei seiner Thronbesteigung ver-weigert, die Rechte der Nation zu achten und sie durch einenfeierlichen Schwur zu bekräftigen. Die konstitutionelle Charteist aufgestellt, und wenn man uns durch die Gewalt derWaffen vorübergehend einen Herrn aufdrängen; wenn das