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Zweiter Band.
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Vordringen der östreichschen Kolonnen aus dem Wallis zu hindern.Bei Mcillerie stießen die Franzosen indessen am 21. Juni auf dieAvantgarde der rechten östreichschen Kolonne. Diese ganze Kolonne,bei welcher sich Baron Frimont selbst befand, erreichte durch for-mte Märsche am 27. Juni die Arve.

Die linke Kolonne unter dem Grafen Bubna überschritt am24. und 25. Juni den Mont Cenis. Am 28. leisteten die Franzosenin Conflans hartnäckig Widerstand, es gelang jedoch endlich denOestreichern, sich des Ortes zu bemächtigen. Um sich des Ueber-ganges über die Arve zu versichern, sandte die Avantgarde der rech-ten Kolonne am 27. eine Abtheilung links gegen Bvnneville. DieFranzosen hatten den Ort aber schon befestigt und leisteten tapfernWiderstand. Während dessen hatten sich die Oestreicher jedoch desUeberganges von Carouge bemächtigt; die Franzosen mußten daherBvnneville räumen und das Thal der Arve verlassen. Die Kolonnepassirte hierauf Genf und vertrieb den Feind von den Höhen vonGrand Sakonex und St. Genix. Am 29. ging dieser Theil derArmee gegen den Jura vor und traf am 1. Juli Anstalten zumAngriffe der Redouren und Vcrschanzungen, welche die Franzosen zurVertheidigung der Pässe angelegt hatten. Der kräftigste Angriffgeschah gegen den Paß Les Nousses, die Oestreicher wurden indeßzurückgeschlagen. Hierauf wurden frische Truppen vorgebracht; dieFranzosen verließen ihre Verschanzungen und gingen ihnen entgegen,wurden aber von Kavallerie und Artillerie in der Flanke angegriffenund mußten diesen, ebenso wie die übrigen Jura-Pässe, den Oest-reichern überlassen. Die östreichsche Avantgarde verfolgte den Feindund erreichte Abends St. Claude auf derjenigen Straße, welche vonGep und St. Laurent in der anfänglichen Angriffsrichtung jenseitsLes Nousses fortgeht.

Während dieser Zeit erhielt das östreichsche Reserve-Korps unterdem Feldmarschall-Lieutenant Meerville Befehl, vorzugehen und dieFranzosen auf der Rhone zurückzuwerfen. Diese zerstörten auf ihremRückzüge die Brücke von Seyselle und sperrten durch die Besetzungdes Fort de l'Ecluse die Straße von Genf nach Lyon. Vor dem Forthatte man eine Redoute erbaut, welche den Zugang vollständig sperrte.Dieselbe wurde vom Regiment Esterhazy tapfer gestürmt und genom-men. Hierauf umging das Reserve-Korps das Fort auf dem linkenRhoneufer, um den Ucbergang bei Perte du Rhone zu forciren.Hier hatte» die Franzosen einen Brückenkopf erbaut, mußten aberdenselben in Folge einer Bewegung des Isten Korps unter dem Feld-marschall-Lieutenant Radivojevich verlassen. Auf ihrem Rückzüge