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Erster Band.
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italienischen Armee nicht gut aufgestellt. Pordenone liegt mittenin einem beschwerlichen Terrain, entfernt von der offenen Ebenevon Onirino und von Roveredo, über welche der Erzherzog vor-rücke» mußte; die Straße von Sacile macht in dieser Stadt aucheine Krümmung, welche von den Straßen nach Cordenon durch-schnitten wird. Man beschuldigte den General Sahuc, mit seinerReiterei und seiner Infanterie in Pordenone geblieben zu seyn,dieser geschlossenen, kleinen Stadt, und selbst die Pferde absattelnzu lassen. >)

Die Nachrichten, welche der Erzherzog Johann von demfeindliche» Heere erhielt, lauteten dahin, daß dieselbe bei Saeile,mit einer Nachhut in Pordenone stehe, und daß sie hinter diePiavc ziehen wolle, um die noch fehlenden Streitkräfte zu er-warten. Der Erzherzog beschloß, in Verfolgung des Feindeskeinen Augenblick zu verlieren, und das Begonnene thätig an dasZiel zu führen. Da er auch von der Stellung des GeneralsSahuc, vielleicht auch von seiner Nachlässigkeit in Kenntniß gesetztwar, entschloß er sich, denselben von der Livenza abzuschneidenund aufzuheben. Schon am Abend des 14. stellte er dieGenerale Wetzl und Schmidt mit 4 Bataillons, 2 Schwadronenund einer Neiterbatterie jenseits des Tagliamento vor Valvasoneals Avantgarde auf. Der Erzherzog selbst setzte sich mit derganzen, bei Codroipo unter Befehl des F. M. L. Frimont ver-sammelten Reiterei und mit 2 Cavalleriebatterien um 8 UhrAbends in Marsch. Die Vorhut unter Wetzl und Schmidt erhieltBefehl, erst mit Tagesanbruch sich weiter m Bewegung zu setzen,das bei Passeriano und Codroipo gelagerte Heer sollte nach demAbkochen nachrücken. Oberst Volkmann wurde beordert, mit seinemDetaschement längs dem Gebirge über St. Quirino und Sacilevorzurücken und dem rechten Flügel zu folgen; Oberst Gyurko-vich aber, mit seiner Abtheilung, zur Deckung des linken Flügelsbestimmt, in gleicher Höhe mit dem Heere in den unteren Gegen-den nach Portogruaro und La Motta vorzurücken.

Jn's Dunkel einer regnerischen Nacht gehüllt, rückte die öfter.Reiterei auf Pordenone langsam vor, um nicht getrennt zu wer-

1) Pelet, 3. Thl. S. 122-23.

2 ) Das Heer von Jnnerösttrrcich, S- 61-68.

3) Pelct, 3. Thi. S. 123.