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Uhr Morgens anlangten, und wo diese einige Wochen sich auf-hielt. In Straßburg ließ Napoleon sich einige Berichte er-statten, und ging sodann über den Rhein, um die Festungs-arbeiten, welche er in Kehl vornehmen ließ, in Augenschein zunehmen. Von hier ging er über Nastadt nach Turlach, wo erden Großherzog von Baden und dessen Familie sah, und rcisiedann sogleich über Stuttgart in die Sommcrrcsidenz des KönigSvon Würtemberg, nach Ludwigsburg ab, wo er nur eine Nachtzubrachte. Er hatte erfahren, daß der König von Bayern ge-nöthigt war, München zu verlassen, und sich in Dillingen be-fände, und daß die bayerischen Truppen nach Abensberg mar-schirt seyen, um sich mit Dävönst in Verbindung zu seyen.Von Lndwigsburg nahm er denselben Weg nach Diilingen, dener im Feldzuge von 1805 genommen hatte. In der Nacht des15. Aprils kam er daselbst an, und stieg in der Wohnung desKönigs von Bayer» ab. Beide Fürsten sprachen eine Stundemit einander und in dieser vertraulich gepflogenen Unterredung,versprach Napoleon dem König, ihn. in 14 Tagen in seineHauptstadt zurückzuführen, und die seinem Hause angethane Be-leidigung dadurch zu rächen, daß er ihn größer machen wolle,als je einer seiner Ahnherrn gewesen.
Den 17. April um 2 Uhr Morgens traf Napoleon inDonauwörth ein. Dahin zog in Eilmärschen die Nheinbunds-division des Generals Rouyer über Ansbach, Oettingcn, Nörd-lingen. Am 18. frühe besetzte das eintreffende leichte Bataillondes Regiments der Herzoge von Sachsen den Brückenkopf vonRain am Lech, die beiden Füselicr-Bataillone desselben Regiments dieStadt Donauwörth selbst, da man in Erfahrung gebracht hatte, daßdie Oestcrreicher sie durch einen plötzlichen Ueberfall zu nehmenbeabsichtigten. Da Donauwörth ein wichtiger Punkt ist, sowurde an mehreren Befestigungen gearbeitet, und der GeneralRouyer erhielt Befehl, bei Annäherung des Feindes sich überdie Donau zurückzuziehen und die Brücken in Brand zu stecken.
Schon seit den ersten Kriegsrüstungen war Napoleon daraufbedacht, seine Armee auf irgend einem Punkte an der Donau zuconcentriren, um von dort, als von einem Mittelpunkte aus,dem Feinde überall zuvorzukommen, und dessen im Marsch be-griffenen Corps in der Flanke oder in der Fronte zu fassen.Allein seine Befehle waren nicht vollzogen; die Armee war in