Band 
Erster Band.
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militärischen HonneurS bezeigen wollte; allein Napoleon winktemit der Hand und verbat sich jede Ehrerbietung. Er fordertesodann in deutscher Sprache: „Milch! — warm! — Brod! —schwarz!" Als man das Verlangte brachte, schnitt er selbst dasschwarze Brod in die Milch und aß mit Appetit diese Feldsuppe.Um 9 Uhr traf er zu AbeNöberg ein, und begab sich ohne fernernAufenthalt sogleich zu den baycr. Truppen, die unter den Waffenstanden. Ein Jubelgcschrci auf der ganzen Linie verkündigte desKaisers Ankunft; der Kronprinz Ludwig von Bayern ritt ihmmit seinem Gcneralstabe entgegen, Und salutirte ihn in derEigenschaft eines Divisionsgenerals mit dem Degen in der Hand;worauf ihn Napoleon mit folgenden Worten bcwillkommte:

„(l'?8t Inoii j N>n>> pliric:«, e'est I>i>,5t czii'nn llevient roi!"

(Gut, mein Prinz, auf diese Art wird man König!)

Gleich Nach seiner Ankunft versammelte Napoleon die baye-rischen Generale und Offiziere um sich, und hielt folgende Redean siel

„Bayerische Setdaten! Ich bin unter Euch- nicht alsKaiser der Franzosen, sondern als Beschützer des rheinischenBundes. Keiner meiner Soldaten begleitet mich. Ihrwerdet dieses Zutrauen zu schätzen wissen. Noch hat derFeind nie meinen Rücken gesehen. Ich rechne auf EuernMuth, auf Eure Ausdauer, daß dieses auch jetzt nicht ge-schehen wird. Oesterreich hat sein Wort gebrochen, es über-zieht Eure Länder mit Krieg. Euer König mußte seineResidenz wieder verlassen, und Oesterreich wollte die Auf-lösung Eures Staates, die Entwaffnung Eurer Armee.Ungarn, Böhmen und andere raubsüchtige Horden wollensich in Eure Heimath theilen. Aber sie werden sich irren.Ihr werdet sie, unter meiner Führung, vereiniget mit meinerArmee, schlagen. Ich werde Eure Staaten vergrößern.Ihr werdet in Zukunft nicht mehr meines Schutzes bedürfen,Ihr werdet in Zukunft stark genug seyn, um OesterreichsMacht zu widerstehen. Ich war zu schonend gegen dieseMacht; ich werde eS nicht mehr seyn. In wenigen Tagenwerdet Ihr in MüilcheN, und in einem Monate sollt Ihr inWien seyn. Dort sollt Ihr Euren Feinden allen jenen

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