Band 
[Zweiter und dritter Band.]
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ihm einen Verwand hierzu geben, es geschieht." Aus einer vonden Franzosen aufgefangenen Corrcspondenz ging hervor, daß indem öfter. Hauptquartiere die Sage ging, eine russische Armeevon 100,000 Mann sey auf dein Marsche nach Gallizien undUngarn begriffen; Rußland würde sich zum Mittler zwischendein östcrrcich. und franz. Cabinette anbieten, dabei die Bestim-mungen des Friedens von Lüucville zu Grunde legen, und der-jenigen der Mächte, die sich diese Basis nicht gefallen lassenwollte, den Krieg erklären. General Pelet gibt an, daß derGeneral der russischen Hilfsarmec den gemessensten Befehl ge-habt habe, nicht über die Weichsel zu gehen, um weder für dasGroßhcrzogthum Warschau noch für die franz. Armee etwas zuthun; daß der öfter. General Mayer nach St. Petersburg ge-schickt worden sey, um die Operationen des Feldzugs dort zubereden, und daß in dem öfter. Heerlager, gleich englischen Offi-zieren auch russische erschienen seyen. Uebcrhaupt waren dieGesinnungen der regierenden Kaiserin und der Kaiserin Mutterganz gegen Frankreich. Noch eine Schlacht wie die von Asper»und auch Rußland stand gegen Frankreich.

Preußen trug seit dem Tilsitcr Frieden Napoleons Jochmit Unzufriedenheit. Wenn auch ein Stein, Scharnhorst, Har-dcnberg, Gncisenau längst durch kluge und nachdrückliche Thätig-keit das Land in möglichster Stille mit kriegSerfahrner Mann-schaft, mit allen Waffenvorräthen und Rüstwerken versahen,deren es zum künftigen Ausbruche gegen die Franzosen bedürfenkonnte, so steigerte sich in manchen Jünglingen die Idee, sichloszumachen, zu einer brennenden Ungeduld, dieses Joch umjeden Preis und in schnellster Zeit abzuschütteln. Der in Königs-berg gestiftete Tugendbund, welcher sich rasch nach allen Provin-zen verzweigte, gab der unbestimmten Wirksamkeit der Patrio-ten eine feste Richtung. Als Oesterreich den Kampf begann, soschien auch die Stunde da, daß Preußen sich wieder in denBesitz alles Verlornen setze, und ganz Deutschland wie ein Mannsich erhebe, um feine schimpflichen Fesseln zu sprengen. DerAnsicht des Tugcndbundes und der feurigen Franzosenfeindenach, harrte die träge Masse des Volkes nur auf das Zeichenzum LoSbruch; es irrte sie nicht, daß die Souveraine sich nichtaussprachcn, sie vermeinten vielmehr: es thue Noth, die erstenSchritte auch ohne sie zu wagen, und die Dinge auf eine Spitze