Band 
[Zweiter und dritter Band.]
Seite
103
JPEG-Download
 

103

Möskirch n. s. w. hinausstrcifcndeu Commando's zur Wahrungdeö eigenen Herdes »ach Neutti, Bregenz u. s. w. zurückzube-rufen, nach der äußerst wichtigen Central-Stellung des Brennerszu eilen, der noch unbesetzt, und dessen Befestigung bei weitemnoch nicht vollendet war, und dem im Südtirol befindlichenGeneral Marschall seine Lage zu schildern.

General Buol traf am 14. Mai um 7. Uhr frühe in Inns-bruck und um Mittag an der Brücke von Voldcrs ein. Diedaselbst versammelten Truppen bestanden aus 5 CompagnienLusignan, 3 Compagnien Salzburger Jäger, 5 CompagnienDcvaur, 1 Bataillon Klagenfurtcr Landwehr, 2 Escadrons Ho-henzvüern, 1 sechöpfündigen und 4 dreipfündigen Kanonen. DieGeschütze wurden an der Brücke von Volders, die Truppen beidem an dieser Brücke gelegenen Kloster und an den sanftenHöhen von Mils aufgestellt. Buol ordnete mit vieler Müheam 14. und 15. den Landsturm deS Jnn-, Wip- und Stubay-Thalcs, der haufenweise herströmte, und stellte denselben theilsin dem Voldercr- und Wattenlhale, theils am linken Jnnuferauf dem Walder-Jöchl und an dem Vomperbache auf. Hier er-schien auch wieder der thätige und unternehmende Speckbachermit den Aufgeboten von Rinn und Talfeö, schloß sich an dieöfter. Vortruppcn unter Taris an, und besetzte, gemeinschaftlichmit diesen und den Aufgeboten mehrerer anderer Oerter, dieGegend von Schwatz und diese Stadt. Die Kundschaftsabthei-lungen, welche die Oesterreichs auf beiden Ufern des Jnnfluffesabwärts aussendeten, trafen die feindlichen Vorwachen auf demrechten Jnnufer in ihrer Aufstellung vvm vorigen Tage, jeneder Timsion Dcroi, die auf dem linken Ufer den Jnn heraufzog,bei Jnnbach.

Die Schwäche deS öfter. Truppencorpö im Jnnthale undder Mangel an Reiterei und Artillerie stellten sich dein Gedankenan einen Angriff auf den bei Nattenberg unbeweglich stehen ge-bliebenen Feind zu mächtig entgegen, als daß Chastcler es wagenkonnte, der Forderung der Tiroler, sie gegen den Feind zuführen, nachzugeben, obschon ihre Anzahl in den Tagen vom 13.bis 15. Mai auf 6—7000 Mann angewachsen war. Chastelcrfaßte den Entschluß, die Truppen der Generale Schmidt undMarschall in der Nähe deS Brenners, zwischen Stcrzing undSreinach zu conccntrircn, und einstweilen die ferneren Bewe-