Band 
[Zweiter und dritter Band.]
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werde» konnten, ja mehrere Plänkler erst am Abende zurück-kamen.

Da der General Am-Ende nicht einrücken wollte, brach dasCorps deS HerzogS nach Meißen auf, und cantonirte daselbst undin der Umgegend ; sowohl in Meißen als in Dresden wurde einWerbungsdepot ctablirt, um die schwarze Legion soviel als mög-lich zu verstärken. Der Herzog erließ -von hier aus ein förm-liches Bulletin über den Einzug von Dresden und die Affairevon Wilsdruff, in welchem er den Obersten Thielemann „einenNeuling im Kriege" nannte, „welcher die sächsischen Waffen com-promittirt und sich die Geringschätzung seiner LaudSleute, so wieauch die seiner braven Kricgsgefährten zugezogen habe." AmSchlüsse desselben sagte er: „Er habe Meißen besetzt, um dieMittel, welche zu Deutschlands Unterjochung ausgeschrieben wären,zum Theil für Deutschlands Ehre und Freiheit zu benützen, unddie bedrängten Herzen der Sachsen, welche mit Schmerzen sehenmüßten, wie die Früchte ihrer Betriebsamkeit und Industrie zuVernichtung ihrer Glückseligkeit hinströmten, zu beruhigen." Auchder öfter. Stadtcommandant von Dresden, Fürst Anton Jsidor vonLobkvwitz, ließ den Einzug in Sachsens Hauptstadt und über dieVorfälle bei Wilsdruff publiciren, worin er am Schlüsse sagte:„Die sächsischen Truppen sind zum Rückzüge genöthigt, und demfeindlichen Anführer im freien Felde ein beträchtlicher Theil desk. k. Truppencorps gezeigt worden, damit nicht ferner durchfalsche Rapporte über die Anzahl der Truppen unnützes Blut-vergießen veranlaßt werde. Sollten diese schonenden Maßregelnvon dem sächsischen Anführer mißverstanden werden, so ist diebrave sächsische Nation nunmehr in Stand gesetzt, zu beurtheilen,auf wessen Rechnung die unausbleiblichen unglücklichen Folgender gegenwärtigen Fehde zu setzen sind."

Unterdessen war in Dresden ein öfter. Ober- und Unter-Intendant angekommen, welche die sämmtlichen öffentlichen Kassenin Beschlag nahmen, und durch eine Adresse an den Stadtrathdas Publikum über das verbreitete Gerücht von einer zu besor-genden Plünderung beruhigten. Alle Vorräthe an Kriegsbedürf-nissen wurden nach Theresienstadt in Böhmen abgeführt; auchtrafen die Oesterrcichcr allerlei Anstalten, Dresden vorkommendenFalles vertheidigen zu können, stellten die Zugbrücken her u. s. f.Die Requisitionen des braunschwcig. Corps waren bedeutend,