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unter anderen Umständen das Gute mit nicht viel besseremGrunde übertrieben wird; es fehlte zwar in dieser Sachlagenicht an großen Erinnerungen und Beispielen; man dachte andie Tage von Arcole und Nivoli 1700; allein setzt hatte mannur Napoleon Bonaparte's jüngsten Adjutanten zum Führer;die ganze Lage der Dinge war keineswegs erfreulich und er-muthigend, noch trauriger der Blick in die Zukunft.
Der Erzherzog Johann, entschlossen, die Italiener hinterdem Alpon anzugreifen, ließ seine Armee vorrücken; das achteCorps ging über Montcbello und das neunte über Brcndola undLonigo nach Casa-Carlotti vor, wo es am 28. eintraf, nachdemder Vortrab fechtend vorausgegangen war.
Am 27. Abends hatte sich plötzlich von Verona her Kano-nendonner hören lassen. Die Ocsterreichcr glaubten, es sey ihrCorps aus Tirol, das gleichzeitig mit ihnen angreife und denlinken Flügel des Vizekönigs über den Haufen werfe; allein dasGeschütz von den Wällen fuhr fort, die Luft langsam und ingleichen Zwischenräumen zu erschüttern — dieses war keinSchlachtendvnner, es war eine Salve, ein Frcudenfeucr! DieFranzosen bebten vor Freude; das Vertrauen kehrte in ihreGemüther zurück; ein Tagsbefehl Eugens machte seinen Divi-sivnen die Siege Napoleons in Bayern bekannt. Sogleich rittein stanz. Parlamentär an die öfter. Vorposten und übergab einSchreiben, welches die Niederlage des Haupthecres von Oester-reich in Deutschland enthielt. Erzherzog Johann hatte noch keinoffizielles Schreiben auS dem großen öfter. Hauptquartier oderHoflager erhalten; ein Kundschafter soll ihn: aber die Nachrichtübcrbracht haben, daß ein Theil seiner Streitkräfte dem vonNapoleon bedrohten Lande würde zu Hilfe eilen, ein andererTheil aber über seinen Aufstand Rede stehen müssen.
Der Vizekönig setzte auf die erhaltene Nachricht der SiegeNapoleons voraus, daß sein Gegner sich aus Italien nach Jn-nerösterreich zurückziehen würde, wie eö die Oesterrcichcr imJahre 1805 gethan hatten, und wies am 28. alle seine Truppen,die von verschiedenen Seiten heranrückten, nach der Stellungvon Caldiero, wo sie in Schlachtordnung lagerten. Auf dieseArt sicherte die Italien. Armee auf den beiden Ufern der Etsch,vorwärts des Hauptpunktes aller Operationen zwischen diesemFlusse und dem Mincio vereinigt, beide Linien, indem sie alle