Band 
[Zweiter und dritter Band.]
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Truppen im Rücken nahm, die solche überschreiten möchten,deckte die vier festen Plätze, wodurch die östliche Lombardei ver-theidigt wurde, und unterbrach die direkte Verbindung des Erz-herzogs mit Tirol. Der General Paraguay d'Hillicrs führteden Oberbefehl über den linken Flügel der Armee, GeneralGrenicr über den Mittelpunkt und General Macdonald überden rechten Flügel. Letzterer war aus langer Uuthätigkeit wiedervon Napoleon zur Armee und einem Commando gerufen wor-den. Jin Jahre 1804 hatte er wohl von dem Kaiser den Titeleines Großoffiziers der Ehrenlegion erhalten, allein er war vonihm bei der ersten Ernennung der Marschälle nicht bedacht, auchihm kein Oberkommando ertheilt worden, weil er sich, wie mansagt, bei Moreau'ö Prozesse dessen Sache angenommen habe.Macdonald wurde mit freundlicher Miene, aber nicht mit froheinHerzen von Eugen empfangen, da dieser sich überzeugt hielt,daß von nun an jede ausgezeichnete Waffenthat auf seine Rech-nung würde geschrieben werden. ')

Nach einem am vorigen Tage stattgesmidenen Gefechte schiendie Linie am Alpon zu stark, um in der Fronte durchbrochenwerden zu können, überdies hatten die unaufhörlichen Regen-güsse, welche die Flüsse anschwellten, die Schwierigkeiten nochvermehrt. Am 28. griffen die öfter. Vortruppen noch Abendsdie franz. rasch an und warfen sie aus Sän Victor und MontBisson heraus; doch konnte dieser Posten nicht gehalten werden,weil der Angriff ohne Befehl, folglich ohne Unterstützung ge-schehen war. Auch bei Costegiola und in Lastet Jllasi wurdendie Franzosen von den Oestcrreichcrn umsonst angegriffen.

Au: 29. versuchte der Erzherzog, die Schwierigkeit, die Liniedes Alpon in der Fronte zu durchbrechen, erkennend, den linkenFlügel des Vizekönigs zu umgehen, um ihn aus der Stellungvon Caldiero zu drängen, und Verona, sowie die Etsch, zu be-setzen. Er ertheilte dein General Spleny Befehl, bei Albaredoeine Schiffbrücke über die Etsch zu setzen, um dem Feinde Be-sorgnisse eines Ucberganges zu machen. Der Vizekönig jedochfaßte das Manöver in seiner richtigen Bedeutung, und beschloßseinerseits, aus seiner Stellung verbrechend, den Oesterreichern,

1) Geschichte Italiens', v. Carl Botta, 4. Thl- S. 221.

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