und zwei heftige Stürme wurden auf zwei Punkten von dentapfern Oesterreichern abgeschlagen. Die franz. Generale, er-zürnt über den Widerstand, befahlen den Sturm zu erneuern,führten ihre Truppen wieder vorwärts, doch der Widerstand bliebderselbe; allein die Franzosen ersetzten die Gefallenen durch neueKämpfer, zuletzt gelingt es den Soldaten des 62. Regiments,die von dem Gebirge gegen die Blockhäuser vordrangen, denBerg zu erklimmen. Ein mörderisches Gewehrfeuer empfing sieauch hier; allein die Grenadiere des 1. Bataillons erreichten dieniedrigst gelegene Batterie und klammerten sich an die Pallisadenund die Verkleidungen an; die Voltigeurs, die Füseliere, endlichdas 4. Bataillon vom 62. Regimcnte drängten sich um die Wettehinzu und vorwärts. Die vordersten Soldaten waren verloren,allein keiner wich; ihre Hingebung ermuthigte die Folgenden;das Blockhaus, aus dem ein heftiges Feuer sprühte, wurde um-ringt; die franz. Krieger waren überall, oberhalb, unterhalb, undsuchten die verrammelten Ausgängc, um einzudringen. Die Oe-sterreicher fochten mit dem Muth der Verzweiflung. Das 2. Ba-taillon des 62. Regiments, das zu derselben Zeit auf der rechtenFlanke des Forts angekommen war, hatte mit denselben Gefahren,mit denselben Hindernissen, mit demselben Widerstände zu käm-pfen; es fand endlich eine Poterne, die in den Graben führte,sprengte sie uud drang ein. Das 3. Bataillon dieses Regimentserkletterte an der Straße den Berg und erreichte den höchstenThurm in derselben Zeit, wo die andern vor den weiter untengelegenen Batterien ankamen; bei seiner Ankunft rannten die amvorigen Abend aufgestellten Compagnien gegen den Graben;Grenadiere, Voltigeurs, Sappeurs, alles warf sich hinein. Das402. Regiment, welches vorrückte, um Theil an dem Sturmezu nehmen, unterstützte das 62. in seinen Anstrengungen.
Da stürzte der Hauptmann Hcnsel, von einer Flintenkugelam Kopfe getroffen, bei der Wiesenbatterie zu Boden. „Muth,Kameraden!" rief er der Mannschaft noch zu; doch mit. seinemFalle hörte die ordnungsvolle standhafte Vertheidigung auf; dieFeinde erstürmten die Batterie, und stießen ihre Vertheidigernieder. Der tapfere Hensel, der wehrlos am Boden lag, wurdevon demselben Offizier, der ihn zweimal vergebens aufgefordert,durchbohrt, und durch Kolbenschläge und Bajonetstiche völliggetödtet. Die Franzosen drangen in den verdeckten Weg, erober-