Band 
[Zweiter und dritter Band.]
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teil t>ie Batterie der Zwölfpünder, und gleich darauf die soge-nannte Schachtelbatterie. Ein furchtbares Gemetzel begann, dieerbitterten Franzosen gaben keinen Pardon, und selbst der Unter-arzt Hutzler wurde niedergemacht, gerade bei Erfüllung seinerheiligen Pflicht. Nun kämpfte Verzweiflung auf der Seite derOesterreicher, und theuer verkaufte jeder sein Leben, da er demTode nicht entgehen konnte. Zuletzt stürmten die Franzosen denWaffcnplatz, und da sie durch die verrammelten Thüren nichteinzudringen vermochten, so liefen sie auf den Sturmpfählenherum, und einige Wagehälse versuchten durch die Schießscharteneinzudringen. Noch wehrte sich die Besatzung, und unterhielt einlebhaftes Feuer Auch die drei Stockwerke des oberen Thur-mes empfingen die Stürmenden im Augenblicke mit einem Kugel-regen, der dieselben eine Zeit lang aufhielt; allein dieses isolirte,viel zu kleine Werk, dessen jede Seite nur mit 24 Mann besetztwar, konnte wohl imponircn, aber keinen rechten Widerstandleisten, sobald man seinen wahren Zustand erkannt hatte. DieFranzosen suchten sich in den Ecken festzusetzen, den Fuß desThurmes einzureihen, bis endlich die Sapeurs die eisernen Thüreneinsprengten, worauf der Widerstand der öfter. Besatzung über-wältigt wurde. Rauch, der mit seiner wenigen Mannschaft dieMalborghetter Batterie auch ohne Infanterie vertheidigte, griffzu dem letzten Mittel, die Feinde noch einige Zeit aufzuhalten,und setzte durch Granaten Malborghetto in Brand. Schnellkehrte die sranz. Reiterei und Artillerie durch das Dorf zurück,und ein Theil des Fußvolkes eilte zum Löschen. Doch auch dieseBatterie wurde von den Franzosen erstürmt und gleich daraufdie Besatzung in den Blockhäusern überwältigt. HauptmannKupka, einer der heldenmüthigsten Vertheidiger des Forts, wurdeverwundet, stürzte sich in die Arme eines franz. Offiziers undrief ihm zu: „Ich bin Ihr Gefangener!" aber in des OffiziersArmen schlug ihn von rückwärts ein Sapeur mit seinem Beile,daß er mit zerschmettertem Haupte zu Boden stürzte, und ster-bend «och mehr als 30 Bajonetstiche erhielt. Die Bataillonsvorn franz. 62., 52., 102. und 1. Regimcnte krönten siegend die

i) Die Erstürmung des Forts von Malborghctto, 180), vonRiedler; in der öster. niil, Zeitschrift, Jahrg. «sn, 1812u. i 8 tZ. Neue Auflage, 2. Bd. 2. Thl. S- 270 - 71 .