Band 
[Zweiter und dritter Band.]
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Flügels auf den Höhen von Goggen oder Goggau gefährdet;auch hatte Ginlay aus dem Aufhören des Feuers bei Malborg-hctto wahrgenommen, daß Eugen ihm gegenüberstünde. BeiWeißenfeld wollte er sich wieder stellen, aber Fontanelli griff ihnan und zwang ihn zum weiteren Rüchuge.

General Serras stand am 17. vor der Feste auf dem Predil,welche genau den Paß von Görz nach Tarvis nach seiner ganzenBreite sperrte. Die Besatzung war von dem besten Geiste be-seelt, und darin von dem Commandanten, Hauptmann Herrmann,bestärkt. Der öfter. Hauptmann Jankovich, von den Franzosenbedrängt, warf sich ebenfalls in das Blockhaus, und brachte eineSchaar Szluiner dahin. Allein dem Hauptmann waren dieseGäste nicht angenehm; er befürchtete mit Recht, durch diesenUmstand zur Uebergabe gezwungen zu werden, weil sein Vorrathan Lebensmitteln durch die neuen Ankömmlinge weit schnelleraufgezehrt seyn würde; daher nahm er die Schaar Jankovich'snur unter der Bedingung auf, daß sie sich bei erster Gelegenheitnach Tirol durchschlagen würde, und ließ sich dieses Versprechendurch einen Handschlag bekräftigen. Herrmann wies jede Unter-handlung , welche Serras mit ihm anzuknüpfen suchte, eben sozurück, wie er jeden Versuch desselben, die Stellung zu gewinnen,zurückschlug. Am 17. beschoß Serras das Blockhaus mit dereinzigen Kanone, die man hatte aufstellen können, und traf Vor-kehrungen zum Sturme, nachdem er Herrmann vor dem Angriffenoch zum letzten Male aufgefordert und von dem Abmärsche desErzherzogs in Kenntniß gesetzt hatte. Zugleich sendete er mehrere,im Sturme von Malborghetto gefangene Oesterreichcr mit hinauf,um durch Erzählung des grausenvollen Looses ihrer Brüder diezu Predil zu erschüttern. „Dasselbe Schicksal," setzte der franz.Unterhändler hinzu, „stünde auch ihnen bei längerem Widerständebevor." Herrmann hörte ruhig die Erzählung an, und entgegnetekalt: „die Vertheidigung des Blockhauses bis auf das Aeußerste,sey ihm aufgetragen worden; den Tod fürchte er nicht. Werden ehrenvollen Beruf in sich fühle, sein Vaterland zu verthei-digen, müsse jeden Augenblick bereit seyn, für dasselbe zu sterben,und er wolle mit Ruhm auf dem Felde der Ehre fallen." Dasherzhafte Betragen des jungen Mannes, und einige kräftige Wortezu seiner Mannschaft gesprochen, entflammte diese zur höchsten