Band 
[Zweiter und dritter Band.]
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öfter. Herrschaft fallen konnten, erforderte, und er zeigte eineedle Mäßigung und Zurückhaltung, um Niemand in Unglück zubringen.

Inzwischen ergoßen sich immer mehr die polnischen leichtenTruppen über ganz Gallizicn, um die von den Ocsterreichernausgehobenen Rekruten zu befreien, die Detaschcments derselbenaufzuheben und einen allgemeinen Aufstand zu bewirken. Ander Spitze eines kleinen Corps von nur 400 Mann machte Ge-neral NodSnicki 1000 Gefangene und nahm Waffen, Schuheund Kleidungsstücke hinweg; andere poln. Colonnen unterbrachendie Verbindung zwischen Lemberg und Krakau, näherten sich demFuße des Karpathischen Gebirges und waren nur noch etwa 20Stunden von der Grenze Ungarn's entfernt, wo sie auch vieleWidersacher der öfter. Herrschaft zu finden wähnten.

Poniatowsky war so Herr alles Landes zwischen den Kar-pathen, des rechten Weichselufcrö und der russischen und preußi-schen Grenze. Auf dieser Fläche hatte er ein Heer stehen, dessenStärke täglich durch das Aufgebot wuchs und durch das deinFeinde abgenommene Material bewehrt wurde; auf dem linkenWeichselufer hatte er die zwei festen Punkte Sendomirz undThorn; im Rücken der Oesterreicher stand der General Dom-browsky.

Poniatowsky hatte diesem letztem den Auftrag ertheilt, dasAufgebot in Posen und Kalisch zu befehligen. DvmbrowSky be-gab sich in diese Kreise, wo er in den Jahren 1794 und 1807den militärischen Befehl geführt hatte. Er war damals derausgezeichnetste unter den polnischen Generalen, früher von KoS-ciusko als Verfechter der Freiheit mit einem Ehrensäbel beschenktworden, hatte dann die Trümmer des polnischen Heeres, als denStamm zu einem künftigen Bcfrciungsheer nach Frankreich ge-führt und an den Siegen der Franzosen Antheil genommen.Auch 1809 leistete Dombrowskp durch seinen hohen K'riegsruf,seinen Einfluß und seine Thätigkeit der Sache des Großherzog-thums und Napolcon's die wesentlichsten Dienste; er wußte inwenig Zeit ein völlig bewaffnetes und ausgerüstetes Armeekorpsgleichsam hervorzuzaubern und es gelang ihm, viele ehemaligeSoldaten zur Fahne zurückzuführen und Freiwillige aufzubringen;namentlich in Posen fand er eifrigste Unterstützung und großenZulauf. Er, der die polnische Armee nur mit einer Schwadron