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waren sowohl bei Nußdorf als am Spitz auf 180 bis 200 Klaftervom Feinde geschieden, sahen alles, was derselbe auf dem andernUfer thun mochte, und konnten ihn auf den angegebenen Punktenunter dem Schutze ihrer Batterien mit zwei neuen Uebergängcnbedrohen. Die Lobau und die Tabor wurden mit einander ver-bunden, und die Ocstcrreicher durch die Besetzung der Insel vonBiberhausen, die zwischen Aspcrn und Stadlau liegt, ganz aufdas linke Ufer geworfen. Diese Insel war für die Ocstcrreichernoch weit wichtiger, als für Napoleon; denn von hier aus konn-ten sie die nächste Umgebung von Aspcrn bestreichcn, den erstenUcbcrgangSpunkt der Franzosen im Rücken fassen, und die auf-wärts gelegenen Donau-Inseln beherrschen. Napoleon, der am1. Juni sich bis an das äußerste Ende der Insel begeben hatte,welche den Namen des, auf dem Schlachtfelde gefallenen Gene-rals St. Hilairö empfangen hatte, um die vom Feinde bestri-chenen Donauariue in Augenschein zu nehmen, befahl einem Ad-jutanten Masseng's, die Insel Biberhausen, die er Tags vorheraufgegeben hatte, zu reeognoscircn, mit 300 Grenadieren, Sa-pcurs oder Scesoldaten dahin zu gehen, und an dem Landungsplätzeein gutes Werk anzulegen, durch welches die Insel behauptetwerden könne und dessen Besatzung ganz gedeckt seye. Man hatteauf dieser Insel auch einen schicklichen Platz zu einer Brücke zufinden geglaubt, mittelst welcher man Aspcrn hätte umgehen kön-nen; allein man mußte sich nachher begnügen, einige Batterienauf derselben auszuwerfen.
Jede Woche der Ruhe verschaffte Napoleon unermeßlicheVortheile; drc Regimenter rcorganisirtcn sich, die Artillerie kamvon neuem in Stand und neue Truppen trafen ein; am 25. Maiund Tags darauf kamen die Dragoner und die reitenden Jägerseiner Garde in Ebersdorf an. Am 0. Juni hielt Napoleonzwischen Schönbrunn, wohin er von Ebcrsdorf sein Hauptquartierwieder verlegt hatte, und Mariahilf Musterung über seineganze Garde und die dabei befindliche reitende Artillerie von 12Compagnien, jede zu 6 Kanonen, am 7. musterte er die Armeevon Italien bei Neustadt.
Er befahl, einige Punkte auf der Operationslinie zu befesti-gen, und diejenigen Posten, deren sich der Feind bedienen könnte,zu zerstören. Er ließ die Ringmauern von Mautern, welche denOcsterreichern, die in der Gegend von Krems fortfuhren, mit