Band 
[Zweiter und dritter Band.]
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und cS würde ein Leichtes gewesen seyn, die Schanzen vonGöttwcih zu erstürmen, wenn man umsonst Leute hätte opfernwollen. Indessen zerstörten die Oesterreicher alle feindlichen Ufer-arbeiten , brachten alle Fahrzeuge und Flöße auf das linke Uferund schifften sich dann mit dem Einbrüche der Nacht wieder ein, sodaß um Mitternacht wieder vollkommene Nabe auf dem Stromeund an dem Ufer herrschte. Obgleich der General Schustekheinige Bataillons an die Armee abgeben mußte, so wußte er dochaus Gefangenen, Zerstreuten und aus Landwehrmännern wiedereinige Bataillons zu organisiern, die er unter den Majoren GrafLichtenbcrg und Landgraf Fürsteubcrg bei seinem Corps zurDienstleistung behielt, nachdem er nochmals aus den nenorgani-sirten oder gesammelten Truppen Abtheilungen zur Armee nachPrcßburg u. s. w. abgegeben hatte.

Die Stellung des Marschalls Lefebvre mit den bayerischenDivisionen Kronprinz und Wrcdc bei Linz dehnte sich 4 StundenWegs aus; der rechte Flügel lehnte sich an Steyercck an, derMittelpunkt stand auf den Straßen nach Gallneukirchen undHellmannsöd, der linke Flügel auf der Straße gegen Ottensheim.Die Ocstcrrcicher, unter General Sommariva, anderthalb Stun-den entfernt, schützten die Eingänge nach Minnen. Der bayr.Divisionär Wrede, dem die Bewachung des Brückenkopfes, desPöstlingsbergeS und der ganzen Postenkette am linken Donauuferanvertraut war, ließ zur Erleichterung der Gemeinschaft beiderIlfer Brücken schlagen, und schickte am 3l.Zuni, um über die Stel-lung und Stärke des Generals Sommariva nähere Kunde ein-zuholen, Abtheilungen gegen Wildberg, Ottensheim und Maut-hausen. Am 4. Juni ging der bayr. General Beckers von demrechten Flügel seiner Stellung mit einem Zug Reiter, mit einerKanone und 3 Compagnien des 7. Regiments gegen Hellmannsödvor, und stieß bei Wildberg auf 1 Bataillon Ocstcrrcicher undauf ein zweites aus den Hohen von Hellmannsöd. Aus allenNachforschungen und den Aussagen der Uebcrläufer erfuhren dieBayern, daß General Sommariva etwa 10,000 Mann mit 8Geschützen habe, und mit dem linken Flügel an Mauthausenbeim Donauufer gelehnt, sich über Hellmannsöd bis Gramstettenam Notebach ausbreite. Die Bayern benutzten ihre ruhige Zeit,die Vorstadt Ufer-Linz zu zerstören, den Pöstlingsberg zu befesti-gen, bei Mauthausen, wo sich die EnnS in die Donau ausmün-