Band 
[Zweiter und dritter Band.]
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Mehltransport von 100 Zentnern, und 6 Wagen mit Salpe-ter u. s. w. erbeutet.

Der öfter. Major Dumontet überrumpelte inzwischen am27. Juni die Stadt Laibach. Um Mitternacht drang er auf vierSeiten, ohne einen Schuß zu thun, in die Straßen ei»; der inder Stadt befindliche sranzös. Cominissär, ein Finauzbcamtcr, 25Offiziere und 125 Mann wurden zu Gefangenen gemacht. MitTagesanbruch forderte Dumontet den im Castell, das mit 60 Ge-schützen vertheidigt wurde, commandirenden franz. General zurUebergabe, wiewohl vergeblich, auf. Da dieser hierauf den gan-zen Tag auf die Stadt kanoniren ließ, räumte Dumontet dieselbeAbends, um sie nicht einem Bombardement auszusetzen, und be-zog seine vorige Stellung wieder.

Da sonach Marmont und Broussicr aus Steiermark abge-zogen waren, so schien Giulay sich freier bewegen zu können.Allein die erneuten Einfälle der Türken in die croatischen Grenz-bezirke, die Ungewißheit der damaligen Verhältnisse bei den Haupt-armeen, hemmten ihn vielfach. Endlich, um den großen Ereig-nissen näher zu seyn, wollte er mit allen seinen disponiblenTruppen gegen das Erzherzogthum Oesterreich vorrücken, als am4. Juli unvcrmuthet die Nachricht eintraf, daß General Nuscavon Klagenfurt über Judenburg gegen Leoben und Bruck im An-züge sey, wahrscheinlich um Marmont zu folgen. Sogleich wurdendie Brigaden Gavasini und Nebrovich dem Feinde cntgegengcsen-det, worauf Rusca, welcher eben im Anzüge gegen Leoben war,auf die Nachricht, daß die Ocsterreicher in so beträchtlicher Anzahlgegen ihn heranzogen, gleich wieder seinen Rückzug amrat. EinMißverständniß machte, daß Giulay's Dispositionen nicht voll-zogen und Leoben nur mit 1 Bataillon Szluiner Grenzer, unterdem eben zum Generale beförderten Obersten Fellner, besetztwurde. Die Nachricht von Nusca's Rückzüge machte überdieß dieGenerale Gavasini und Fellner sicherer, als rathsam war; dennNusca erfuhr kaum, daß nicht die ganze erste Colonne in Leobeneingerückt sey, als er schnell umkehrte, und an demselben Tage,Nachts um 10 Uhr, das daselbst befindliche Bataillon überfielund zersprengte, wobei auch General Fellner, von mehreren Ku-geln durchbohrt, den Tod fand. Durch dieses nachtheilige Er-eigniß wurde Giulay gezwungen, mit dem größten Theile seinerTruppen auf Nusca loszugchen, allein dieser fand nicht rathsai»,