Band 
[Zweiter und dritter Band.]
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von der Lage jener Werke zu überzeugen, oder nachzusehen, wieweit seine eigenen Arbeiten vorgerückt wären. In den beidenfolgenden Tagen kam er wieder, untersuchte auf das Genauestealle Einzelnheiten seiner Bauten, und bestimmte, welche Vcrbes-serungcn oder Erweiterungen anzubringen wären. Die InselLobau war eine unermeßliche Werkstätte: Batterien, Schulter-wehren, Uebcrgangsbrücken, Fahrzeuge u. s. w. waren ferng, oderder Vollendung nahe; in dem Innern hatte man Straßen auf-geführt, und Brücken über alle Lachen und sumpfigen Stellen,welche das Innere der Insel bei dem Steigen der Gewässer un-bewohnbar machen, geschlagen.

Am 20. Juni gab Napoleon einen ausführlichen Befehl,der den Dienst anordnete und den verschiedenen Batterien ihreBestimmung anwies, er befahl zugleich, daß jeder Soldat, derauf der Lobau oder am Ufer der Donau im Lager stände, eineFlasche Wein und eine Nation Weinessig erhalten, und daß manauf der Lobau Lebensmittel aller Art in den Magazinen habensollte. Einige Tage darauf meldete der Artilleriegeneral Faucher,daß am 24. 80 Kanonen in Batterien gestellt seyn könnten, unddaß 4 Brücken, um über den äußersten Arm zu geben, bereitwären. Napoleon überzeugte sich von der Möglichkeit, das Ge-schütz der Batterien zu vermehren, und gab sogleich Befehl, dieZahl der Stücke auf 100 zu bringen. Außerdem wollte er einendoppelten Munitinonsvorrath für die Artillerie haben, und schriebam 2.0. an Lariboissiere, den Chef seiner Artillerie, der ansBayern 100,000 Pfund Pulver erwartete: „Die Schlacht sollmit einer großen Kanonade aus 86 Feuerschlünden, die für wenig-stens 300 Schüsse versehen seyn müssen, eröffnet werden . . . .ich verlange genaue Berechnung .... sechs Stunden Aufschubwürde alles verderben. . ." Die Oesterreicher waren noch imBesitz von zwei Brückenköpfen an der Donau, nämlich bei Preß-burg und bei Naab, und konnten dadurch die Operationen Na-poleons stören, oder zufälliger Weise zugleich mit ihm eineBewegung ausführen; man mußte ihnen also die Mittel dazunehmen, zugleich war es nützlich, die »och entfernten Truppenmit der großen Armee zu vereinigen. Diese verschiedenen Be-weggründe verzögerten die Operation, mit welcher sich Napoleonseit beinahe einem Monate beschäftigte.

Die Corps, die neuerdings auf den Feldern von Eßlingen