Masse»«, durch diesen Angriff bedrängt, und nur durch dieAufopferung des Generals Tririon gerettet, der übrigens aufeinen Moment in die Gewalt der Oesterreicher fiel, suchte denSturm zu beschwören, und befahl den Cüraffieren, die schon jen-seits der Brücken waren, sich auf die Straße zu werfen; alleinder Boden war vvm Regen so durchweicht, daß sie nicht vonder Stelle konnten. Nun eilte Massen« zum 10, Cüraffierregi-mente, und befahl ihm, anzugreifen. Dieses Regiment, von demnachmaligen wohlbekannten General L'Heritier commandirt, setzteunterhalb der Brücke über die Taya, stürzte aus einer Seitengasse vonAlt-Schallersdorf hervor, und warf sich den Grenadieren Leinin-gen's in die linke Flanke und in den Rücken. Tririons Hingebungund der Angriff dieser Harnischreiter stellten alles wieder her; wasvon denselben nicht zusammengchauen wurde, fiel meist in dieGefangenschaft, zwei östr. Geschütze wurden erobert, und die franz.Generale nebst den übrigen Gefangenen befreit, dem GrafenLeitungen war es gelungen, sich durch die französ. Harnischreiterzu schlagen. Diese sprengten ihm nach, gerade auf Znaym,reffen Thor pffen war. Das Eindringen feindlicher Reiter, andessen Möglichkeit man nicht dachte, würde wenigstens im erstenAugenblicke große Verwirrung veranlaßt haben; Loch HauptmannPetit, der mit einer Compagnie Grenadiere vom RegimenteKerpen (Nr. 49.) am Schlagbaume stand, ließ denselben vorden Köpfen der franz. Rosse fallen. Was nicht durch das Feuerseiner Grenadiere liegen blieb, suchte sein Heil im schnellstenRückzüge. Petit verfolgte sie und befreite dabei viele östr. Gefan-gene. Bei der Stadt setzten sich die geworfenen öfter. Truppenwieder, aber in demselben Augenblicke war Carra-Saint-Cpr mitfiiiier Division auf dem jenseitigen Ufer der Taya angekommen undLegrand stieß seine Infanterie wieder vor; doch das 5. Bataillonder Wiener Freiwilligen unter Major Salis ging aus der Stadtdem Feinde entgegen; die Gewehre kamen nach und nach wiederin den Stand, loszugehen; einige gutgestellte österreich. Kanonenthaten ihre Wirkung, das Gefecht kam wieder in das Gleich-gewicht, ja der Angriff der Franzosen wurde zurückgeworfen.
Nach einem heftigen Regengüsse hatte Marmont mittlerweileeinen neuen Angriff auf Bellegarde's Stellung durch Infanterieund Reiterei gemacht. Seiner Infanterie gelang es schon, dieersten Reihen der Oesterreicher zu brechen, und auf den Höhen