Band 
[Zweiter und dritter Band.]
Seite
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Kaum war der Herzog angekommen, als die bestimmte Nach-richt einlief, daß die Patrouillen Rewbel's bereits bei Ohoffsich hätten sehen lassen, weßhalb die schon bestimmte Quartirungder Leute unterblieb und statt dessen am Petri-Thor auf den ab-getragenen Wällen bivouakirt wurde, nachdem sämmtliche Thorebesetzt und geschloffen worden waren; hierauf wurden sogleichPatrouillen nach allen Gegenden geschickt, welche die Nachrichtenvon Rewbel's Ankunft über Zelle bei Ohoff bestätigten.

Kaum war der Morgen des ersten Augusts angebrochen,als die Meldung an den Herzog einging, Rewbel's Division mit10 Stücken Geschütz sey bereits in Anmarsch. Die Lage desschwarzen Corps wurde dadurch außerordentlich kritisch, dennobgleich mehrere Briefe des Königs von Westphalen an Rewbelaufgefangen waren, so leuchtete doch aus seinen Bewegungenhervor, daß er die Befehle seines Herrn, sich dem Corps mitaller Kraft entgegenzustellen, erhalten habe. Es war mithin nurzu wahrscheinlich, daß wenn er diesen Befehl in seinem ganzenUmfange als ein geschickter General erfüllte, das Corps zwischenzwei Feuer kam, indem der General Gratien mit starken Schrit-ten folgte, was Rewbel voraussetzen mußte, sebst wenn er nichtdavon benachrichtigt war.

In der bedrängten Lage, in welcher sich das braunschweig.Corps durch diese Umstände befand, blieb nichts weiter übrig,als einen herzhaften Entschluß zu fassen und dem Feinde in einerVortheilhaften Stellung ein Gefecht anzubieten, um dadurch denwettern Zug zu sichern. Zu dem Ende beorderte der Herzogden Ma;or Herzberg mit der Mannschaft von Wolfenbüttel nachBraunschweig, um diese Stadt während des Gefechtes zu decken,indeß der Ueberrest des Corps in die dem Major Korfes ausseinen Jugendjahren bekannte feste Stellung bei Oelpern (einemDorfe, etwa eine halbe Stunde von der Stadt) vorrückte, wo e rfolgendermaßen in Schlachtordnung formirt wurde. Der rechteFlügel lehnte sich an das Dorf Oelpern, dessen rechte Flankewegen des vor und neben demselben befindlichen morastigen Ter-rains und der Ocker nicht umgangen werden konnte, besondersda die Brücke bei Feltenhoff abgebrochen worden war. DasDorf Oelpern selbst wurde dem braven Capitän Rabiel zur Ver-theidigung übergeben, indem es den Schlüssel zur Positionmachte. Denn obgleich das Terrain von diesem Dorfe nach