Neunundzwanzigftes Puch
Unerwünscht kam die Nachricht des Waffenstillstandes nachTirol, und wurde deßhalb auch lange nicht geglaubt, obgleich soviele feindliche Generale denselben angezeigt und bestätigt hatten.Zwischen dem 21. und 27. Juli wurden in Tirol drei Cabinets-Couriere, des Kaisers Napoleon, des Königs von Neapel, derPrinzessin Vicekönigin von Italien, dann sechs Stabsoffiziere,darunter die Obersten Tascher, Stoffel, u. A., welche wegenVollziehung des Waffenstillstandes nach Kärnthen und andernPunkten abgesendet wurden, zuletzt einer von Berthier'o Offizieren,Oberst Lejeune, welcher Zeuge von der Uebergabe von Sachsen-burg seyn sollte, aufgefangen, und alle ihre Depeschen zeigteninsgesammt die Richtigkeit des Waffenstillstandes. Selbst öfter.Offiziere bestätigten als Augenzeugen die Waffenruhe. Und denn-noch herrschte kein Glaube, weil der öfter. Hof Tirol lange ohneBefehle ließ, was die Verwirrung vermehrte. Endlich, wie wirwissen, kam die offizielle Nachricht zur Räumung durch die öfter.Truppes; an Buol.
In Tirol wüthete abermals eine dumpfe Verzweiflung undein großer Zwiespalt der Meinungen. Unter diesen Umständen,wo auch» das Mißtrauen gegen die öfter. Beamten stieg, wurdendie man nigfaltigsten Entschlüsse gefaßt; vor allem wollte mansich dem Abmärsche der Oesterreichs widersetzen, nur war mannicht eimig, ob man sie mit Gewalt zwingen, oder durch höher»