Dreißigstes Auch
Während Napoleon den Frieden unter Bedingungen anbot,die nach französischer Ansicht günstig genug waren, konnte manaus einem Schreiben des öfter. Ministeriums an das LondonerCabinet (vom 2. August) nur zu sehr abnehmen, daß es dieFriedensgedanken verpönt hatte. Denn nun endlich erschienenenglische Truppen im Norden Deutschlands, und die Nachrichtvon einer großen Expedition nach Belgien traf ein und wurdemit Begeisterung an dem kaiserlichen Hofe aufgenommen; um somehr, da Tirol noch nicht unterworfen war, und da man glaubte,Rußland sey im Begriffe, sich ebenfalls gegen Frankreich zu er-klären, vielleicht seye sogar auch auf Preußen zu rechnen.
Seit der Mitte des Mai hatte Stahremberg, der österreich.Gesandte zu London, das Auslaufen der englischen Expeditiongegen die belgischen Küsten betrieben. Am 10. Juni waren alleTruppen hierzu in Bereitschaft; allein Intriguen, Uneinigkeit inder Wahl eines Oberbefehlshabers, die Angelegenheiten auf derspanischen Halbinsel u. dgl. hielten diese furchtbare Ausrüstungnoch zurück.
An den Ufern der Donau war aber bereits die Schlacht beiWagram geliefert, der Waffenstillstand bei Znaym geschlossen, alssich England endlich zu Diversionen zum Besten des verbündetenOesterreichs erklärte, und zwei Unternehmungen ausführen ließ: