Band 
[Zweiter und dritter Band.]
Seite
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eine gegen Norddeutschland, eine andere gegen die Küsten Bcl-gien's.

Englische Truppen erschienen nun endlich im Juli im Nor-de» von Deutschland, freilich in dem Momente, wo die Siegeder Franzosen, der Rückzug der Oesterreicher, die Nachricht derabgeschlossenen Waffenruhe, die Gemüther betroffen hatte. Früherangekommen, als Schilt, Katt, Dörnbcrg den Schild erhoben,hätten die Brüten eine nicht zu berechnende Diversion vollbracht.Hannover, Bremen, Westfricsland, Oldenburg waren für sie,hier wohnten Viele, die in England's Kriegsdiensten gestandenwaren, und die sich leicht erhoben und eine Armee gebildet hät-ten. Diese Länder waren zudem von französ. Truppen cntblöSt.Der Küste entlang war nur eine einfache Kette von Douaniersmit einigen Scekanonieren zur Bedienung der. Batterien aufge-stellt; in einigen Orten lagen schwache Depots von holländischenRekonvalescenten. Die Engländer hatten auf dem Felsen vonHelgoland, gegenüber den Mündungen der Elbe und Weser, eineNiederlage von Geld und Waffen für das Festland errichtet; eSbefand sich daselbst eine große Menge von Flinten, Munition,und allerlei Ansrüstungsgegenständen für die Reiterei; eine Fre-gatte, 6 Kutter und andere Fahrzeuge, unter Lord Stewart'sBefehl, lagen dort vor Anker.

Mit einer Schaluppe, 3 Kanonenböten, 5 Schuten und 1Kutter legte der engl. Capitän Goate am 7. Juli außer Schuß-weite der Batterie von Curhaven vor Anker, landete am 8.,nahm die Batterie (6 Vierundzwanzigpfünder) mit Sturm, undsprengte sie in die Luft, zog die englische Flagge, dann die alt-hamburgische auf dem Schlosse Ritzebüttel auf, brachte die Bat-teriestücke nebst einigen kleinen Kanonen und den militärischenVorräthen auf seine Schiffe und nahm 2 feindliche Kanonenböteaus dem Hafen mit sich fort. Auf der westlichen Küste derWeser, von Curhaven bis nach Brcmerlee, wurden überhaupt7—800 Mann brittische Truppen an das Land gesetzt, denen,wie es hieß, 6000 Mann, und noch eine größere Expedition ausden Dünen nachfolgen sollten. Das Erscheinen von Drittenerzeugte eine Aufregung, namentlich im Osnabrück'scheu; auchin Hannover brachen am 10. Juli unruhige Bewegungen unterdem Volk aus, die aber durch den vorsichtigen Magistrat, derwohl einsap, daß der Krieg an der Donau seine Entscheidung