Middelburg hielten, an, und zwang dieselben mit Verlust anGeschütz und Leuten zum Rückzüge. Die Abtheilung des GeneralLord Paget nahm eine Stellung bei West-Soubourg und diejenigedes Gcnerallieutenant Fräser, welche Abends nach Nuttem mar-schirtc, detaschirte ein Corps zur Einnahme von Fort Nammeckens,um die Einschließung zu vollenden. Rammeckens capitulirte am3. August mit einer Besatzung von 127 Mann, wodurch sonachdie Furth durch die West-Schelde eröffnet war. Die englischeFlotte konnte jedoch für den Augenblick aus diesem Ercigniß nochkeinen Vortheil ziehen, da sie durch widrige Winde von demEinlaufen in den Kanal abgehalten wurde.
Das wichtigste und erste Operationsobject für Lord Chatamwar die Einnahme von Vlicßingen. Die weiteren Pläne desOberfeldherrn bestanden angeblich darin: die Landtrnppen beidem Fort Batz in Süd-Beveland zu versammeln, sodann aufdas östliche Ufer des östlichen Armes der Scheide überzusetzen,und diesen Arm bis zu seiner Abzweigung von dem Hanptflnßzu cotoyiren, während Sir Richard Strachan zu gleicher Zeitmit der Flotte die Scheide hinabsegcln und den Kanal frei ma-chen sollte. Auf diese Weise sollten die vereinten Strcitkräfte zuLande und zu Wasser bis gegen das Fort Lillo vordringen,woselbst man einen heftigen Widerstand erwartete. — Die Bela-gerungsarmee unter Sir Eyre Coote betrug etwas über 10,000Mann. Ein Bataillon war in Ter-Veer, ein anderes als Be-satzung in Middelburg geblieben, und 30,000 Mann ungefährbefanden sich unter Sir John Hope in Beveland.
Die nothwendigen Vorbereitungen zur Belagerung der Fe-stung von der Landseite schritten indeß ununterbrochen fort. Daszu diesem Zwecke erforderliche Geschütz so wie die Munitionnebst den übrigen Kriegsbedürfnissen wurden herbeigeschafft, unddie Erbauung der Batterien nahm ihren Anfang. Die Annähe-rung der englischen Flotte auf der Seeseite der Festung hatteungünstiger Winde wegen bis dahin immer noch eine Verzögerungerlitten, und da auf diese Weise die Verbindung mit Cadzand,welches von den Britten nicht besetzt worden war, fortwährendoffen stand, so machten sich die französ. Befehlshaber diese Ver-nachlässigung zu Nutze, und setzten am 4., 5. und 6. Augustgegen 3000 Mann von da nach Vlicßingen über, was die Gar-nison in Stand setzte, den Operationen der Belagerer einen