Band 
[Zweiter und dritter Band.]
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Ununterbrochen hatte das 1, Infanterie-Regiment, zersplit-tert, von 7 Uhr Morgens bis 7 Uhr Abends gegen einen 7 bis8000 Mann starken Feind gekämpft, von Stellung zu Stellung,in Thalschluchten und Bergen, die nur den Gegnern Vortheilboten und durch ein 6 Stunden langes Defilee zurückziehend,dessen umliegende Berge der Feind besetzt halten und benutzenkonnte, Dqs brave Regiment hatte auch schweren Verlust anTodten. Die Gefangenen, größtenthejls verwundet, wurden fastalle, teilweise an den Händen und Füßen zusammengebunden,in den Fluß gestürzt und als Leichname gegen Reichenhall ge-schwemmt.

An demselben Tage hatten die Tiroler in gleicher Stundeauch die Posten angefallen, welche General Stengel beim Lucg-Pqß in der Abtenciu ausgestellt hatte, Vom Lueg-Paß wurdeHauptmann Fuchs und dessen Compagnie durch die feindlichenDiassen und gegen ihn herabgestürzten Felsenstücke auf die linksder Straße liegenden Berge zurückgedrängt, Die LieutenantsHeinrich v. Schussel und Carl Graf Losch mit ihren schwachenAbtheilungen vom 4. Jnfanterie-Regimxnte, erstürmten dreimalihre Verlorne Stellung bei der Kapelle unweit des Passes wie-der. Ein Piquet, das am rechten Ufer der Lämmer bei St,Ulrich den Ausgang der Scheffau beobachtete, sowie eine Com-pagnie vom 8. Infanterie-Regiment ain linken Ufer der Lämmermußten sich ebenfalls angefallen zurückziehen; doch nahmen sieden Stand wieder ein, sobald ihnen Oberst Aubert eine Com-pagnie des 4„ die Schützen des 8. Regiments, einen Zug Che-vaurlegers und eine Haubize zur Unterstützung gesendet hatte,worauf die, auf den Bergen stehenden Tiroler in ihre Schlupf-winkel zurückgejagt wurden,

General Stengel, der noch dazu wiederholten Befehl erhielt,das 2. Bataillon des 8. Regiments nach Salzburg zurückzusen-den , sah nun wohl ein, daß er mit der ihm bleibenden Mann-schaft weder den Luegpaß festhalten, noch den Punkt Gvllinggehörig decken könne; er nahm daher Nachmittags ferne verschie-denen Abtheilungen zusammen, begab sich rückwärts nach Hallcinund ertheilte dem zu Berchtesgffden stehenden Bataillon davonAnzeige, Letzteres, das erste vom 2. Regiment, hatte schon vonder im Rainsau ausgestellten Compagnie Spähwachten gegen denHirschbühl geschickt, welche eine halbe Stunde hinter dem Hinter-