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Führer des Erccutions-Commando traten in Hofers Gefängniß.Als er aus demselben an der Porta Molina die Kasematten vor-beischritt, wo die Tiroler waren, lagen alle auf den Knieen, be-teten und weinten laut; die, welche in der Festung frei herum-gingen, waren insgesammt auf seinem Wege, je nachdem dieEscorte es zuließ, warfen sich nieder und riefen um seinen Se-gen. Er gab ihnen denselben, sie zugleich um Vergebung bit-tend, wenn er an ihrem Unglücke Schuld sey. Dem PriesterManifesti übergab er das Letzte, was er hatte, zur Vertheiluugan seine Landsleute, 500 fl. öfter. Banknoten, seine silberne Ta-baksdose, seinen schönen Rosenkranz; sein kleines silbernes Kruzi-fix empfing aber dieser treue Begleiter zum Andenken aus seinerHand in dem letzten Augenblicke seines irdischen Daseyns.
Auf einer breiten Bastion, unfern der Porta Ccresa, machtedas Commaudo Halt; die franz. Grenadiere bildeten ein nachrückwärts geöffnetes Viereck, 12 Mann und der Corporal tratenhervor, Hofer in der Mitte. Der Tambour reichte ihm dasTuch, sich die Augen zu verbinden und erinnerte ihn, sich aufdie Kniee niederzulassen. Hofer schlug das Tuch aus, ebenso-wenig wollte er uiederknieen: „Er stehe vor dem, der ihn er-schaffen habe und stehend wolle er ihm seinen Geist wieder geben."Den Corporal erinnerte er, gut zu schießen, und schenkte ihmeinen seiner Tiroler Zwanziger, der ihn noch in diesem Augen-blicke wieder an sein, wohl durch .eigene und noch andere Schuld,unglückliches Vaterland erinnert habe« Darauf rief er: „Gebet-Feuer!" wurde aber sehr unglücklich getroffen. Auf die erstensechs Schüsse sank er blos in die Knie, stürzte wohl auf diezweiten sechs ganz zu Boden, aber noch mußte der Corporalhinzutreten, um, den Lauf hart an den Kopf gehalten, durch dendreizehnten Schuß seinem Leben ein Ende zu machen. Eben war1 Uhr vorüber. Zahllose Menschen sahen seinen Tod.
Hofcr's Leiche blieb keineswegs, wie sonst gewöhnlich, ausdem Nichtplatz liegen, sondern die Grenadiere bedeckten ihm dasHaupt mit seinem Hute und trugen ihn auf einer schwarz aus-geschlageuen Bahre in die Pfarrkirche zu St. Michael. Hierwurden die Erequien gehalten, während derselben Hofer feierlichausgesetzt; Grenadiere thaten die Ehrenwache bei seiner Leiche,damit alles Volk sehen könne, er sey gewiß todt. Darauferst wurde er beerdigt, und zwar in einem, dem Ortspfarrer auf