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Erste Abtheilung. Erster Abschnitt.
welche reichlich durch die Schwerdter und das Kriegsglückeines Turenne, Condö und Luxemburg ersetzt wurden. Dererste gewann die Schlacht bei Mühlhausen, der zweite dieblutige bei Sencf, und Luxemburg siegte bei Mvntcassel undbewirkte dadurch die Uebergabe der Festungen St. Omer,Cambrai und Valencienncs. — Jetzt schloß Ludwig mit seinenFeinden nach und nach Frieden, wodurch die Allürten immerschwächer und Frankreich um so stärker wurde. Holland zogsich zuerst zurück (im August 1678), Spanien folgte ihm (imSeptbr. desselben Jahres) mit dem Verlust der Franche Comtö(Dep. Doubs, Jura, Haut Saone) und neuer Landstrichein Flandern (ein Theil des jetzigen Dep. des Norden). Dasmächtige Oesterreich blieb schon damals uncrmüdet allein aufdem Kampfplatz, erst nach blutigen Schlachten wanden dieFeldherren, welche sich gegenüber gestanden hatten, Eugenund Villars, in dem Frieden zu Rastadt sich gegenseitig denOelzweig um das reich mit Lorbeeren geschmückte Haupt.Frankreich behielt durch diese Verhandlung vor der Hand daseroberte Frciburg im Breisgau. Den Frieden selbst benutzteLudwig XIV, mehrere Herrschaften und Bisthümer, welchezwischen dem Rhein und Frankreich lagen, namentlich Saarbrück,Mömpelgard und Strasburg (Dep. Nieder-Rhcin), über welcheman sich nicht deutlich genug im Friedensschlüsse ausgesprochenhatte, mit seiner Krone zu vereinigen. Die Türken verhindertendamals Oesterreich diese eigenmächtige Auslegung sogleich mitder Macht der Waffen zu hintertreiben. Bald machte derFriede dem lebhaften Geiste Ludwig XIV Langeweile, er be-schäftigte sich daher einstweilen die nichtswürdigen Muselmän-ner zu Algier, Tripolis und Tunis durch einiges Bombarde-ment zu züchtigen. Bei dieser Gelegenheit wurde auch Genua-welches den Feinden Frankreichs Kriegsmaterialien gelieferthatte, durch eine gleiche Strafe stark geängstiget, welche denDogen veranlaßte, nach Paris zu eilen, um den König de-müthig um die Abwendung seines Zorns zu bitten. Im Jahr1688 war Ludwig XIV wieder mit halb Europa im Kamp(begriffen, welcher der Krone unsägliche Summen kostete, und