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Frankreich als Militairstaat unter Ludwig XVIII zehn Jahre nach dem Pariser Frieden / von Leopold von Zedlitz
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Dir Gränzen Frankreichs.

an der Spitze eines spanischen Heeres, dem bedrängten Dün-Archen zu Hülfe. Turenne, der Marschall Vorwärts seiner,Jahrhunderts, wartete selten den Angriff ab , er rückte demweit überlegenen Feinde entgegen und schlug ihn in der Naheder Dünen aufs Haupt. Als Folge dieses Sieges sielen meh-rere der großen Bollwerke längs dieser Gränzen in die Ge-walt Ludwig XIV. In neuerer Zeit (24. August 1793) er-stürmte der Herzog von York und sein thätiger Untcrfeldherr,der Marschall Freitag, die feste Stellung der Franzosen unterGeneral Honchard, und begann Dünkirchen zu belagern.Houchard rächte sich aber durch ein siegreiches Treffen berdem Gränzsiädtchen Honstcooten (8. Sept.) und nöthigte denHerzog abzuziehen. Zum Lohn, seine Scharte so ehrenvoll.ausgewetzt zu haben, ließen die französischen Volksvertreterihren Feldherrn verhaften und sein Haupt wie das des grei-sen Luckner unter dem schändlichen Messer der Guilloti^. fal-len. Houchard hatte sich vom Lieutenant des Dragonerregi-ments Bombon, durch eine Reihe schöner Waffenthaten zumDbrist eines Chasscurregimcnts empor geschwungen, bei ^ei-nem kühnen Angriff, welchen er im Monat September 1792bei Gießen auf eine Kolonne Hessen ausführte, war er so un-glücklich, die Aufmerksamkeit der pariser Ochlokraten auf sichZu ziehen, die ihn zum Nachfolger Custims im Oberbefehl,rvie später auf dem Schaffst erwählten. In den ersten Ta-gen des Jahres 1793 hatte er den Oberbefehl der Moselar-mee mit dieser neuern Anstellung vertauscht, und fand in demHeere des Nordens ganze Rotten von Bösewichtern, welchealler milnamschen Zucht spottend, von einem unseligen Dcsor-ganisations-Verlangen herumgetrieben wurden, welches aus derHauptstadt ausgegangen war, und sich in alle Theile desHeeres verbreitete. — Eben damit beschäftiget, einen besserenGeist in seine Truppen zu bringen, wurde er von den Ver-bündeten überfallen und geschlagen; sein späterer Sieg beiHonstcooten konnte die pariser Blutrichter nicht versöhnen,die unablässig damit beschäftigt waren, neue Opfer auf ihrendem Vaterland« errichteten Altar zu suchen. Der General