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Frankreich als Militairstaat unter Ludwig XVIII zehn Jahre nach dem Pariser Frieden / von Leopold von Zedlitz
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88
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88 Erste Abtheilung. Zweiter Abschnitt.

Zugang zum Mont-Cenis verwehrten, ferner Fencstrelles, zwi-schen Suza und Briam-on an dem Flusse Clusvn im ThalsVaudois, eine kleine Festung, welche dem Herzog von Sa-voyen durch den utrechter Frieden zugefallen war, und dassüdlich von derselben gelegene Schloß Miraboe, welches alsGegenwehr des gegenüber liegenden Forts Quciras diente;ferner das die Straße von Embrun nach Turin beherrschendeCastell Dauphin, welches früher zu dem Marquisat Saluzzogehörte, das 1601 durch Tausch an das Haus Savoycn ge-langte, es liegt 12 Limes von Briarwon entfernt, und das steileFelsenschloß Demonte, ebenfalls zu dem Marquisat Saluzzogehörig, auf dem linken Ufer der Stura gelegen, vertheidigtees die Straße, welche aus dem Thal Barccllonette über Va-loria nach Coni führt. Die sardinische Regierung hat seitdem Friedensschlüsse wenig für die Wiederherstellung dieserfesten Platze thun- können, durch die politischen Unruhen imInnern beschäftigt, ist sie in den letzter» Jahren gänzlichdaran verhindert worden. Der Vereinigungspunkt von vierHauptstraßen an den Ufern der Stura, ist durch die unge-schleift gebliebene sardinische Festung Coni beherrscht, welchesüdlich von Saluzzo auf dem Vorgebirge eines Alpenzugcsnach alt italienischer Manier angelegt ist, und wenn manZeitungsnachrichten glauben darf, so wird die Befestigung vonAosta beabsichtigt, wodurch Sardinien die Vereinigung derbeiden über den St. Bernhard führenden Straßen, so wieden Eingang des Thales Lvrea beherrschen würde.