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Frankreich als Militairstaat unter Ludwig XVIII zehn Jahre nach dem Pariser Frieden / von Leopold von Zedlitz
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Die Gränzen Frankreichs.

nicht streitig machte, sondern dasselbe in einer guten Stellungbei Avignon erwartete. In der neuern Zeit lobte der bekannteGraf von Algarotti in seinen militairischcn Briesen, die wei-sen Maaßregeln, welche Friedrich der Große in solchen Fal-len zu nehmen gewohnt war, er schreibt denselben den glän-zenden Sieg zu, welchen dieser außerordentliche Mann 1745bei Striegau, über den Prinzen von Lothringen erfocht; in-dem er die österreichische Armee ohne Gegenanstalten in dieSudeten eindringen ließ, und sie jenseits der Gebirge er-wartete. Das Abweichen von diesen Grundsätzen bezahlteFriedrich II sehr theuer durch die Niederlage Fouquets beiLandshut. Am bündigsten beantwortet Macchiavell in sei-nen Dccaden an den Titus Livius, Fragen dieser Art.— Ersagt: wo nur ein Paß vorhanden, muß man denselben mitaller Macht zu behaupten suchen, wo deren aber viele sind,rücke man nach Umständen dem Feinde entgegen, oder manrüste sich hinter den Engpässen zu seinem Empfange. DieFranzosen theilten in dem Feldzuge auf dieser Gränze geführt,ihr Heer in das der West-und Ostpprenäen ein, in der De-fensive liegt dem Westpyrenäenheer die Bewachung der Gränzeborn Ocean bis zum Thal Aran ob, von da bis zum Meersie dem der Ostpprenäen anvertraut. In geographischerHinsicht werden diese Gränzgebirge in drei Theile, und zwar,in die West-Central-und Ostpprenäen getheilt.

Die Westppr'enäen.

^af französischer Seite bis zum Thäte Offau, auf spanischer Seite biszum Bat Thcna.

Von den Westpyrenäen sind immer die großen Offensiv-bperationcn gegen Spanien ausgegangen, zuerst ist ihr Haupt-zweck der Besitz der nordwestlichen Gebirge; ist derselbe er-dicht, so sind die Zugänge zu den wichtigsten Punkten derHalbinsel eröffnet. Nach Zurücklassung eines Beobachtungs-Frankreich. 7