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Frankreich als Militairstaat unter Ludwig XVIII zehn Jahre nach dem Pariser Frieden / von Leopold von Zedlitz
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118
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1!8 Erste Abtheilung. Zweiter Abschnitt.

berechtigter Höfen ist durch das Fort Socoa beschützt. Diesekleine unregelmäßige Festung ist auf einer in das Meer hinein-laufenden Landzunge erbaut und erfordert, um gehörig verthei-digt zu werden, eine Besatzung von 300 Mann. In Frie-denszeiten wird es nur als Poste militaire betrachtet, und vonder Garnison von Bayonne durch eine Abtheilung unter einemSubalternofsicier besetzt. Bei der Administration des Hafensist ein Untermarine-Commissair angestellt, und die hiesigeSchiffsschule, von gleicher Art wie die zu Bayonne, steht un-ter der Leitung des Professors Vosingon. Der berühmteStaatsmann, Kardinal Mazarin, leitete im Jahre 1650 vonhier aus die Friedensunterhandlungen. Ein Jahr späterwurde die Vermählung Ludwig XIV und der Jnsantin Ma-ria Theresia, Tochter König Philipp IV mit königlicher Prachtvollzogen. Der Bischof von Bayonne verrichtete dabei diegeistlichen Funktionen. Am 2. Februar 1814 landete der Her-zog von Angoulcme hier, und erließ die bekannte Proclama-tion, die mit den schönen Worten begann: Vergessenheit derVergangenheit. — Die Fortsetzung dieser Straße bis an dieBidassoa wird unter der Rubrik Gränzverschwisterungenausführlich erzählt werden; von hier nach Bayonne rechnet manvier Lieues, nach Paris 174 Limes, nach der nächsten spanischenStadt Fi.enterabia vier Lieues, eben so weit an die Bidassoa, ihregeographische Lage ist: Breite 43" 23' 15" Länge 15° 89' 28".

Die zweite große nach Spanien führende Straße läuftin der Ebene bis Urcurai, von hier an den Höhen beiHellette in das Gebiet der Nive, durch das reitzende ThalBaigorry, wendet sich dann durch waldige Anhöhen in denehemaligen Distrikt Cice, dann senkt sie sich in ein tiefesThal (jetzt zum Arrondifscment Mauleon gehörig) bis zurStadt St. Jean Pied de Port an dem rechten Uferder Nive, sie hat eine Citadelle, die aus vier Bastionen be-steht; am Fuße der Anhöhe, auf der sie erbaut ist, befindetsich ein Hornwerk, welches mit mehreren Außcnwerken erst1792 hinzugefügt worden ist. Ihre Vertheidigung benöthigteine Garnison von 1800 Mann, sie beherrscht die Ausgänge