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Frankreich als Militairstaat unter Ludwig XVIII zehn Jahre nach dem Pariser Frieden / von Leopold von Zedlitz
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Die Gränzen Frankreichs.

der Pässe der Aldudcn, so wie die von hier nach Pampelonaführende Fortsetzung der zweiten großen Straße nach Spa-nien , bekannt unter dem Namen der Rolandstraße. 1823 be-fehligte hier der Ludwigsrittcr de Villöle. Die Stadt hat430 Häuser, welche im Jahr 1821 mit 1526 Menschen be-wohnt waren. 1814 siel diese Festung nicht in die Händeder Engländer, welche sie durch eine Abtheilung spanischerTruppen eingeschlossen hatten. Die Entfernung von hier nachBayonne beträgt acht Lieues, die nach Paris 176 Lieues, und dieNach Pampelona zwölf Lieues, ihre geographische Lage ist: Breite43° 8', Länge 16° 22'. Die Wichtigkeit dieser Festung wird durchMehrere zum Theil fahrbare Seitenwege vermindert. Die Umge-gend ist sehr waldig, jedoch hin und wieder noch gut angebaut,die Verbindungswege mit dem innern Departement sind in derbesten Jahrszeit schlecht, in der schlimmern unfahrbar.

Die Straße von Bayonne nach Pau ist wie schon oben er-wähnt worden, wegen der vielen zum Gebiet des Adour gehörigenStröme durch das Nachbardepartcment gelegt, sie verläßt dasselbeerst wieder nördlich der Poststation Payov, und führt von hier überverschiedene Anhöhen zur Stadt Orthez, am rechten Ufer desGave von Pau auf dem Abhänge kleiner Hügel erbaut. Siehat 1000 Häuser mit 6805 Bewohnern, welche meistens Glau-bensgenossen der reformirten Kirche sind, daher sich auch einreformirtes Consistorium, aus einem Präsidenten und drei Pre-digern bestehend, hier befindet. Die Ruinen eines alten Schlos-ses ragen über die Stadt empor. Am 27. Februar 1814schlug Lord Wellington den Marschall Soult, welchen er auf denHöhen vor der Stadt aufgestellt fand. Lord Hill trug da-durch, daß er den linken Flügel der Franzosen umging, vielZum Siege bei. 3000 Gefangene sielen bei dieser Gelegen-heit in die Hände der Engländer. (Geographische Lage:Breite 42° 22', Lange 16° 2'.)

Die Hügclrcihe läuft noch aus eine halbe Stunde fort,die Straße folgt ihren Abfußungen längs dem rechten Userdes Gave, dann senkt sie sich von diesen Anhöhen in eineWaldige Ebene herab (herrlich angebaut ist die Landschaft um