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Frankreich als Militairstaat unter Ludwig XVIII zehn Jahre nach dem Pariser Frieden / von Leopold von Zedlitz
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150
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150 Erste Abtheilung. Zweiter Abschnitt.

strömen. Johanna vonNavarra, Mutter Heinrich IV, hataus Dankbarkeit für die in diesen Badern gefundene Gene-sung, das große Bassin erbauen, und die Promenade anlegenlassen. Noch jetzt führt dieses Bassin den Namen: das Badder Königin; ein anderes heißt die Fontaine des Dauphins,sie wurde 1700 von den Standen von Bigorre zur Feier derGeburt eines Dauphins errichtet; es erhebt sich ein geschmack-voll erbauter Tempel über derselben, in welchem sich auchTropfbader befinden. Eine dritte ist die Quelle von Salis;unter freiem Himmel blos von einem Gitter umgeben, spendetsie ihre Heilkraft, die sich besonders bei Verwundungen be-wahrt; Soldaten und Unbemittelte haben freien Zutritt zuderselben, die Curzeit beginnt im Mai und endet im October.Die Zahl der Kranken steigt bis 1000 und wie in allengroßen Badern, so sind sie auch hier in zwei Klassen einzu-theilen, in solche nämlich, die zur Wiedererlangung ihrer Ge-sundheit sich hier befinden, und in die, welche dem Vergnü-gen nachjagen: so daß die Seufzer und Klagen der an Krückensich hinschleppenden Dulder unter dem lustigen Jauchzen ver-gnügungssüchtiger Lebemänner verhallen.

Das größte Werk der Kunst im Straßenbau, ist dieChaussee, welche von Pau kömmt und über Lourdcs, Ar-gelles in die Bader von Barregcs führt; sie wurde unterder Leitung des Intendanten Herrn Labove 1735 angefangenund unter Herrn d'Etcgny fortgesetzt. Den Plan dazu hatder berühmte Ingenieur Polart entworfen, dem man auch die

Verlängerung der von Picrresitte nach Barrcges führenden Straße

verdankt. Von Lourdes aus erhebt sich diese prächtige Straßezu einer Hohe von 600 Toisen. Die Felsen wurden mit Brust-wehren versehen, und dauerhafte, der Zerstörung der Zeit undder Elemente trotzende Brücken, sind mit Staunen erregenderKühnheit zur Verbindung von Bergabhängen und überSchluchten angebracht. Auf dieser Straße nach allen Regel"der Kunst erbaut, rollen in den Centralpunkt der Pyrenäen,wie in der Umgegend von Paris die kostbarsten Equipagen,