238 Erste Abtheilung. Dritter Abschnitt.
i
wässerten Bande, an dem eine goldene Medaille mit dem jBilde des heiligen Michaels hangt. Von den vor der Revo- >lution ernannten Rittern leben nur noch fünfzehn. Der jetztregierende König hat sechs und achtzig einheimische und siebe"auswärtige Ordensmitglieder ernannt; unter den erstem best"-den sich die berühmten Tonkünstler Cherubini und die MalerGörard, Gros und Guörin, unter den letztem der kaiserlichösterreichische Stabs - und Leibarzt Baron Stift, und derKupferstecher Naphael Morghen zu Florenz.
Der erste Militairorden des Reiches ist der vom heiligen Lud-wig. Vor dem Anfange des Feldzuges 1698 stiftete ihn Lud-wig XIV um seine Armee zu neuem Muthe anzufeuern, und ver-ordnete, daß die Großmcistcrwürde unzertrennlich von der Kro"^sey, daß acht Großkreuze eine Pension von 6000 Livres, ^acht ältesten der vier und zwanzig Commandeurs eine vv"4000 Livres, die übrigen eine von 3000 Livres genießen ste-ten. Die berühmten Marschälle Villars, Boufflers, CatinatzWauban und Tallard, waren die ersten Großkreuze dich'-"Ordens, der sowohl für die Verdienste der Landofsiciere als ,für die der Marine gestiftet ist. Die Ritter erhielten nachder Ernennung ihres Alters, 800 bis 2000 Livres. 3"Gunsten des bei seiner tapfern Vertheidigung der Fcstu"sLandau um den Gebrauch seines Augenlichtes gekommenenneral Laubanie, stiftete der König die neue Charge eines 2A'densvicars, mit einem Einkommen von 36,000 Livres,dem Tode aber dieses blinden Greises ist diese Stelle w>eb^eingegangen. Ludwig XVIII hat im Wesentlichen nichtsdiesem Orden verändert, doch befahl er durch eine Ordonna")vom 30. Mai 1816, daß der Großsiegelbewahrcr des Reichtvon jetzt an auch der Siegelbewahrer der Militairorden sitz"solle. Das Zeichen dieses Ordens besteht in einem golden-'"weiß emaillirten und mit Lilien gezierten Kreuze, auf dessi"Vorderseite der heilige Ludwig geharnischt, in der einen H""eine Lorbeerkrone, in der andern eine Dornenkrone halte" ^steht, von der Umschrift umgeben I^nciov. iVI. insm- -