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Frankreich als Militairstaat unter Ludwig XVIII zehn Jahre nach dem Pariser Frieden / von Leopold von Zedlitz
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360
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360 Dritte Abtheilung. Zweiter Abschnitt.

fliehenden Heere entgegen führte; nachdem er auf dem Rück-züge der Armee vortreffliche Dienste geleistet hatte, warf ersich in die Festung Danzig, und wurde nach der Ucbcrgabederselben nach Kiew abgeführt; von dort sendete er seine Un-terwerfung dem König ein, der ihm nach seiner Rückkehr die18te Militairdivision zu Dijon anvertraute, 1815 befehligteer eine Division, die zur Garnison von Strasburg gehörte.

M a r ch a n d,

Graf, Generallieutenant, Ludwigsritter, Großkreuz der Ehrenlegion,Ritter des heffendarmstadtifchen und badenschcn Verdienstordens rc.

1805 erwarb sich Marchand in der Schlacht bei Anster-litz großen Ruhm, und wurde nach dem Ende desselben Jah-res zum Divisionsgeneral ernannt. 1807 war er Gouverneurvon Glogau und erhielt das Großkreuz der Ehrenlegion, 1808bis 1810 diente er mit Auszeichnung in Spanien, nicht minder1812 in Rußland. 1813 befehligte er die 39ste Infanteriedi-vision, welche aus hessischen und badenschcn Truppen bestand, undzu dem Corps des Marschall Ncy gehörte. 1814 organisirteer im südlichen Frankreich die Nationalgardc, und sammelteein Artillericcorps bei Grcnoble, dann war er unter MarschallAugerau Chef einer Division, mit welcher er in Gemeinschaftmit dem General Serrant bis Genf vordrang; 1815 rückteer an der Spitze von 6000 Mann aus Grcnoble, den Fort-schritten Napoleons Schranken zu setzen, aber seine Truppenverließen ihn, und er selbst geriet!) in Gefangenschaft- DieserVorfalle wegen wurde er vor ein Kriegesgericht gestellt, wel-ches ihn freisprach. Nach der Rückkehrers Königs wurde erPräsident des Wahlcollegiums des Departements von demMorMhuic.