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Frankreich als Militairstaat unter Ludwig XVIII zehn Jahre nach dem Pariser Frieden / von Leopold von Zedlitz
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Nekrolog. 1816.

picmontesisches Grenadier-Bataillon, höchstens 500 Mann stark,das Gi'ulaysche Freikorps 400 Mann und zwei Compagnieneines böhmischen Infanterieregiments. Diese Truppen wurdenkriegsgefangcn.

Augercau sammelte einige Tage darauf neuen Ruhm,indem er durch die Erstürmung der Nedvuten von Monteccmodie Verbindung seiner Division mit der, des Generals Ser-rurier wiederherstellte; er wendete sich gegen Alba, besetzte dieseStadt am 3. Floriül (23. April) und noch am selbigen Tageschlug er eine Schiffbrücke über den Tenrayo. Die Schlachtenvon Lodi und Castiglione sind die glänzendsten Perioden aufAugereaus militairischer Laufbahn. Von jener berichtet Na-poleon an das Dircctorium: Augercau und Rusca haben dasMeiste zum Siege beigetragen. Den 6. Prairial (4. Juni)mit Tagesanbruch verließ Augercau Castiglione montabanound ging oberhalb des Sees über den Mincio. Die Oester-reichcr hatten vortreffliche Stellungen inne und um das DorfCerialle wurde mit großer Erbitterung gefochten, bis dieMauern des Kirchhofes und sein Thurm endlich durch dieList und Verwegenheit eines zwölfjährigen Trommelschlägersgenommen wurde, der eine Pforte zu öffnen gewußt hatte,durch welche die Truppen eindrangen. Das nächste glücklicheUnternehmen Augereaus war der Uebergang über den Pobei Bergeforte am 28. Prairial (l6. Juni). Er marschirtegerade auf Bologna, machte daselbst 400 päpstliche Soldatenmit ihrem General und 'den Cardinal Legaten zu Gefangenenund eroberte vier Fahnen. Noch verweilte Augercau inBologna, welches ihm, zu einem Capua zu werden drohte,als ihn die Nachricht aufschreckte, daß etliche Bataillonspäpstlicher Truppen, unterstützt vom Landvolke sich des süd-lichen Theils der Romagna bemächtigt hatten. Sie hattenbei dem Flecken Lugo festen Fuß gefaßt und erwarteten da-silbst die unter dem General Pourallier gegen sie gesandtenTruppen. Dieser General vertrieb nicht ohne großen Ver-lust die Päpstlichen, die einige hundert Todte verloren,während eben so viel todte Franzosen den Wahlplatz be-