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Befehl zum Rückmarsch nach Deutschland entführte uns, leiderzu schnell, den schönen Cantonirungen in der Normandie, unfern derLoire, um über Versailles und Paris — in welcher erstgenannten Stadtwir einige Wochen verweilten — einem nördlicheren Klima und vielleichtauch, wie wir es schon bei unserer vorjährigen Heimkehr erfahren hat-ten, weniger südlichen Wonnctagen und Genüssen wiederum zuzueilen.
Unser alter fürstlicher Feldherr hatte trefflich dafür Sorge getragen,daß diesmal uns, „seinen getreuen Jungcns", überall in Frank-reich die Königlichen Rcsidenzschlösser und andere schenswerthen Dinge,also auch hier in Versailles das Palais, Groß- und Klein-Trianon,und alle die verschiedenen, unter den beiden vorletzten Ludewigcn classischberühmt und berüchtigt gewordenen Belvederes und Merkwürdigkeiten ge-öffnet und gezeigt wurden; die Königlichen Wasser mußten dabei fleißigspringen, und Talma, St. Priest, die Georges und Lavigni nach unse-rer Herzenslust spielen und singen, so daß wir wohl diesmal als Sie-ger uns fühlbar machten, und uns auch laut fühlen und uns dessen rüh-men konnten und durften.
Versailles wurde übrigens zur Zeit unseres Aufenthaltes von denVerbündeten: Russen und Oestcrrcichern, Engländern und Preußen, tüch-tig in Anspruch genommen und in mancherlei Richtung recht nachdrück-lich crploitirt; Beamte und Concierge's bemühten sich nach Möglichkeit,bereitwillig und zuvorkommend zu erscheinen, ohne gerade die immer halbgeöffnete hohle Hand jemals gefüllt zu sehen, und wenn auch die unsdafür gebotenen Erklärungen und Auseinandersetzungen ihrer Herrlichkei-ten öfters denselben leeren Charakter trugen, so machte sich doch man-