sprechenden Charakterzügen aus dem Leben dieses Mannes mitgetheilt >worden, auch fielen manche derselben in meinen eigenen Beobachtungs-krcis, welche ich sehr gern hier zu einem Ganzen zusammenstellen möchte,um das Andenken dieser zuweilen derb und rasch aufgeregten, aber höchstthatkräftigen und reich ausgestatteten militairischcn Reputation auf einewürdige Art zu feiern. Dies ist mir aber für jetzt unmöglich. Mit^ ihrem bleiernen Gewichte deckt unbegreiflicher Weise die Vergessenheitleider auch hier eminente und ausgezeichnete Verdienste, und es ist wahr-lich hoch an der Zeit, daß von irgend einem noch lebenden Kampfge-nossen dieses höchst achtbaren Mannes die theuerste Verpflichtung für alteKrieger recht bald geübt werde.
Der General-Lieutenant Freiherr von Müffling (nunmehr — 1847— Nestor sämmtlicher Generale in der preußischen Armee) wurde im Früh-jahr 1820 zum Chef des gesammtcn Generalstabes der Armee ernannt.Es ist eine schöne und allgemein anerkannte Wahrheit, daß durch ihn der j! Generalstab, und namentlich das topographische Bureau, eine geregelte,auf festen Principien beruhende, durch die Friedcnsverhältnisse bedingteOrganisation erhielt; auch ist es eben so unleugbar, daß letztgenanntesBureau, als eine Lieblingsbranche von unserem neuen Chef, vorzugs-weise in Berücksichtigung gezogen wurde. Dasselbe erhielt eine mehr wis-senschaftliche und wie gesagt auf einem festen System beruhende Einrich-tung, wodurch sehr bald die etwas zu geniale Färbung verdrängt wurde,welche unter der vorigen Leitung selbst die technischen Arbeiten, womit dieseUnterabteilung des Gcneralstabcs sich ausschließend beschäftigt, vielleichtzu weit ergriffen hatte und doch ganz und gar nicht hierher paßte.
Die verschiedenen Officicre aus der Armee, welche nunmehr in einerbestimmten Anzahl alljährlich zu den militairisch-topographischen Ver-messungen commandier wurden und nach einem dreijährigen Cursus wie-derum in ihre Truppcntheile zurückkehrten, mußten während dieser Zeiteine sogenannte praktische und theoretische Vorschule absolviren, welcheüber ihre Reife und Qualification zum Gcneralstabe entschied.
Diese Prüfungen trugen einen eigenthümlichen, in mancher Beziehung. ^ selbst originellen Charakter, welcher jedoch eben so entfernt bei den frü-heren Feststellungen, als bei der durchaus systematisch geregelten Me-