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2 (1847) Fünfzehn Friedensjahre. Aufenthalt in Russland, Rückkehr 1830. Feldmarschall Graf Gneisenau und General der Infanterie von Grolman. Die Citadelle von Antwerpen vom October 1830 bis Ende 1832. Aufenthalt in Holland / von Wilhelm von Rahden
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271
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lung als Capitain im russischen Generalstabe definitiv anzutreten. Auch"^hlte ich dem Feldmarschall meine Begegnung mit Czernicheff und Gene-von Adlcrsberg in St. Petersburg, Peterhof und Krasnoie selo.

2ch erhielt hierauf vom Grasen die mündliche Zusichcrung der un-^dingtcn Gültigkeit meiner Anstellung im Generalstabe, jedoch die uner-^ßliche Weisung, mich in spätestens vier Wochen bei der russischen Ar-welche sich am Bug sammelte, und deren Oberbefehl er übernehmen^rde, einzufinden; dort würde ich, Officicr in seinem Generalstabe, in^ zu beginnenden Fcldzuge gegen die polnische Jnsurrection Gclcgen-genug finden, Beweise meiner ihm bekannt gewordenen Brauchbar-abzulegen«).

Am Vorabende der Abreise des Feldmarschalls zu seiner neuen Be-

stich

heun

Herrn

^ung befand ich mich mit demselben nochmals in Gesellschaft. Noch

klingen mir die Worte des hier öfters in Rede eingeführten Feld-im Gedächtniß wieder, welche derselbe in der gemüthlichsten Mit-'-mlurig jenes Abends ausgesprochen hat.

Dem Feldmarschall waren, wie ich schon erwähnte, von unserm da-^'gen (nunmehr im Herrn ruhenden) König die höchsten Ehrcnbezei-^agcn widerfahren, und in fortlaufender Reihe Feste und Feierlichkeiten^ Sieger vor und über den Balkan dargebracht worden. Am letztenseines Aufenthalts in Berlin hatte eine große Parade des sämmt-bn Gardccorps stattgefunden, bei welcher der hochsclige König demseht ^ 8eldherrn einen goldenen Ehrcndegen, reich mit Brillanten bc-' "genhändig übergeben, und dabei Worte gesprochen, welche, wie^bitsch versicherte, der Gabe den unschätzbarsten und höchsten^"h ^ttliehen habe.

ehemaliger Freund und KriegSgcfährte, der Hauptmann Panzer vom preu-^'schen Generalstabe, welcher sich während des Feldzugcs 1829 im russischenHauptquartiere und zwar in der nächsten Umgebung des Grafen Diebitsch be-laud, hatte Gelegenheit gehabt, mich demselben besonders zu empfehlen, welchen«schand ich schon deshalb gern erwähne, um anführen zu können, daß GrasKitsch mit der höchsten Achtung von unserm Panzer, als einemauSge-s'sb^et tapfern und ganz vortrefflichen practischen Generalstabs-U'cier« sprach.

Adri bat dieser Ehrenmann, nach dem Siege und nach der Fcuerweihe, inanopel dem Typhus unterliegen müssen.