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2 (1847) Fünfzehn Friedensjahre. Aufenthalt in Russland, Rückkehr 1830. Feldmarschall Graf Gneisenau und General der Infanterie von Grolman. Die Citadelle von Antwerpen vom October 1830 bis Ende 1832. Aufenthalt in Holland / von Wilhelm von Rahden
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sen ist, und auch sein ruhmvolles Andenken als Militair und Feldherrin allen Herzen Deutschlands gefeiert werden muß. Daß der Feldmaßschall als Ausländer unter preußischen Fahnen diente und die preuß>-scheu Farben zur höchsten Glorie emporgetragen, dies nennen wir Preu-ßen unser Glück und unsern Stolz!

Wenn es mir nun bei aller Bemühung dennoch nicht gelang, ^besten Materialien zu diesem Vorhaben zu sammeln, und ich nur daraushingewiesen war, in Wahrheitsliebe und mit dem Gefühl der innigsteVerehrung für unsern Helden das hier zu erzählen, was ich von der»-selben gelesen, gesehen und gehört, was mich bewegt und was ich 8^wünscht und gehofft, als ich in des Feldmarschalls unmittelbare Nährtreten durfte, wenn also, wiederhole ich, mein Bemühen lückenhaft u»dunvollständig ausgeführt wird; dann liegt es wahrlich nur in der llu-Möglichkeit, die Engherzigkeit der Gegenwart zu bannen, und Doculnci'^welche, tiefbegraben in dem Staatsarchive, dem Büchcrwurme Preis 8^geben sind, herauszuheben und benutzen zu können.

Wir ärgern uns daher wohl insgesammt über diese Engherzig^'und sagen offen und frank, wie es Männern gebührt:Es ist ni^allein nur wunderbar (wie es mein freundlicher Correspondcnt ^Eingänge dieses Capitels sagte), sondern es ist sogar unveraU^wörtlich, daß aus Rücksicht gegen Einzelne dem Allg^meinen nicht allein ein Hochgenuß; sondern auch diegebührende Belehrung, welche eine treu geschichtlichestellung großer Vorbilder giebt, zurückgehalten wird."

Noch 10 bis 15 Jahre länger solches Schweigen über einen stwichtigen Gegenstand, als der hier in Rede geführte, und es ist ^spät; unsere Nachkommen werden sich dann nur mit trockenen undspekulativer Beurtheilung geschriebenen Geschichtsbüchern über dasund Wirken unsers Feldmarschalls, des Grafen Neidhardt von Gneise^"'begnügen müssen. Dies darf nicht sein, und deshalb rufen wir lach-

Wir wollen eine belehrende, lebendige Darstellung von demunsers Helden," welche aber nur die Jetztzeit geben kann, und des-arcclamiren und fordern wir eben so laut, was uns schon so lange volenthalten wurde. Es ist dies eine heilige Pflicht der Männer, wel