„Nun gut, wenn mich die Herren durchaus zum Doctor machenwollen, so muß mein Gneiscnau mindestens zum Apotheker ernannt wer-den; denn der hat alle die Pillen gedreht, welche ich dem Feinde einge-geben habe."
Noch selten wurde ein schöneres Bekenntniß mit so einfacher solda-tischer Würde und so laut vor Europa ausgesprochen.
Der alte Blücher zog an der Spitze der preußischen Freiwilligen imHerbste des Jahres 1814 zurück in die Heimath. In Berlin wurde dieuns von dem Feinde entwendete Siegesgöttin wiederum auf das Bran-denburger Thor erhöht. Darüber jubelte die ganze Nation, und Freudeund Lust empfingen den alten Feldherrn und die heimziehende junge Helldenschaar; Enthusiasmus der schönsten Art gab diesen Begrüßungendie Weihe.
Tausend und abermals Tausende wogten den Kommenden entgegen,brachen in Jubcllieder und Freudenthränen aus, und drängten sich beson-ders zum alten Fürsten, um sich des Glückes rühmen zu können, wennauch nur das Pferd berührt zu haben, welches den greisen Helden in dieMitte seiner vaterländischen Anbeter und Verehrer zurückgetragen hat.
Vergessen wir aber bei diesem Jubel und den Fcierkleidern der zahl-losen Menge nicht das bcwunderungswcrthe Bild von ächt königlicheEntsagung, welches als herrlicher Gegensatz zu dem oft überlauten undoft nur betäubenden Jubel des Volkes sich hier vor das Seelcnaugc desEingeweihten hinstellt. Hören wir nur.
Unser hochseliger unvergeßlicher Monarch, auf welchen der berühreVers Homer's:
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volle Anwendung findet, war mit seinem Heere und mit seinem Volkehinausgezogen, die jahrelange tiefe Schmach am stolzen Feinde blutigzu rächen; Entbehrungen und Gefahren jeglicher Art in Schlacht undGraus hatte er dabei mit seinen Getreuen getreulich ertragen. Dcrscl^unvergeßliche Herr und König, unser Friedrich Wilhelm M, war desAbends vor dem Festtage im einfachen Neiscwagen und ohne allen äwßern Prunk ebenfalls zum ersten Male nach dem Siege in seine Rest-