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Lehrbuch der Kriegsbaukunst : zum Behuf der Vorlesungen in Kriegs- und Ingenieur-Schulen / von J.G. v. Hoyer
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In dirs« Cathrgorte gehören GLttingen, Marburg. Fritzlar. Zie- >grnhayn, Dillmburg tm siebenjährigen Krieg«; Dretden undHamburg tm letzten-

Außer dieser, blos zur Vertheidigung bestimmten,drei Bcfcstigungsarten giebt es auch offensive, wel-che bei dei dem Angriffe feindlicher Werke die sich ihrnen nähernden Truppen schützen, und die Aufstellungdes Geschützes begünstigen. Sie werden unter demallgemeinen Namen der Belagerungsarbeiten be-griffen, und umfassen alle Laufgräben, Paralle-len, Sappen und Batterien. Die von den Fran-zosen sogenannte unterirbischeDefestigung (koi-ri-liesrioQ sv'irerrsine) gehört beiden Gattungen an; sieist eben so wohl schützenddie Gegenminen, welchedie Annäherung des Feindes erschweren als angrei-send: die Minen, welche gegen die Werke selbst, odergegen die unter denselben liegenden Minen gerichtetsind.

Wären alle Festungen auf einer flachen Ebene er-R-germa.bauet, könnten sie auch vollkommen regelmäßig seyn,^»,^d. h. überall ein durchaus gleiches Maaß der Seitenund Winkel haben. Da es jedoch bei dem Festungs.bau vorzüglich darauf ankommt, militairische Punk-te zu befestigen, muß man sich nothwendig dabei nachder äußern Form des Terrains richten. Hieraus ent-stehet die Nothwendigkeit, einige Linien kürzer oder län-ger zu machen, einige Winkel mehr oder weniger zuöffnen, d. h. dem Ganzen eine unregelmäßige Formzu geben. Obwohl dadurch die Construction der Fe-stungswerke etwas schwieriger wird, gewährt sie dochden großen und wichtigen Vortheil, sich jedem Terrainanzuschmiegen, von welcher Beschaffenheit es auch seynmag. Selbst das Ueberhöhen naher Berge wird hierdurch eine zweckmäßige Lage der Linien und durch dasDefilement unschädlich gemacht, ober man brmeistert