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Lehrbuch der Kriegsbaukunst : zum Behuf der Vorlesungen in Kriegs- und Ingenieur-Schulen / von J.G. v. Hoyer
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sich ihrer Lurch abgesonderte Forts, die stark genugsind, dem Feinde einen dauernden Widerstand entgegenz» setzen.

Namur, i» seinem vorigen Zustand«, Giro« tu Spanien, Brest,Toulon, Bcsancon. Gtvet und a-m. bieten uns Beispiele die-ser Einrichtung dar.

In der früheren Zeit hielt man ein durchaus glei-ches Widersiandsvermöge» aller Seiten für eine Hauptsbedingung der Stärke einer Festung. Man glaubte,den Feind dadurch über die eigentliche Angriffsseite un-gewiß zu machen, weil er sich im andern Falle gegenden schwächsten Punkt wenden, und folglich dadurchdie größere Stärke der übrigen Seiten unnütz werde»würde. Allein bei einer regelmäßigen, überall gleichstarken Festung ist es völlig gleichgültig, welche Seiteman angreift. Man findet überall gleiche Vortheileund gleiche Hindernisse, und die Ungewißheit ist hiermehr auf der Seite des Belagerten als des Angrei-fers; jener muß alle Punkte gleich stark besetzen unddeshalb seine Kräfte auf eine nachtheilige Weise ver-theilen. Er hat dies aber nicht nöthig, wenn die Lageder Festung nur einige bestimmte Angriffsseiten darbie-tet, die man um so besser im Stande ist mit Nach-druck zu vertheidigen. Ueberdieses ist es keineswegesimmer nur die schwächste Seite, gegen die der Feindseinen Angriff richtet; theils kennt er den Zustand derFestung nicht allezeit genau genug, und wird öftersdurch ältere oder falsche Grundrisse irre geleitet, theilswird auch öfterer der Angriffspunkt durch andere Rück-,sichten bestimmt, wenn sich vielleicht gerade auf derstarkem Seite mehr Bequemlichkeit zur Anlegung desDepots und Parks, zur Sicherstellüng des Lagers,^ oder zur Herbeischaffung der Belagcrungsbedürfmssefindet.

Ein zu befestigender Raum, er mag nun regel-

Polxzon.