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Lehrbuch der Kriegsbaukunst : zum Behuf der Vorlesungen in Kriegs- und Ingenieur-Schulen / von J.G. v. Hoyer
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* ungesehen von dem Berghangc ankommen, und seine

- Lansgräben nahe an den Festungswerken eröffnen kann.

r Nur wenn der Umfang des Berges zn groß ist, um

' ih ganz j die Festung einschließen zu können, muß

6 Man ihn durch vorgelegte Werke behaupten; oder eine

^ Citadelle anordnen, um dem Feinde durchaus keinen

r Raum auf dem Plateau zu lassen. Eine solche Lage

U führet durch die verschiedenartigen Formen des Berges

ie immer die größten Unregelmäßigkeiten in dem Umrisse

herbei. Um alle anliegende Schluchten und Abhänge 'Möglichst bcstrcichcn zu können, muß man bald einu Bollwerk neben eine Zange legen, bald eine Flanke ann einem ungewöhnlichen Orte anbringen. Der wahreIngenieur ist allein an dem richtige» Ge-u brauche des Terrains zu erkennen, dessen

er Stärke durch zweckmäßige Nachhülfe, oft mit

a- nur geringem Aufwande, unendlich erhöhetM werden ka n n. Nicht, indem man, zum Nachtheil des>r EtaatS, Gewölbe auf Gewölbe häuft, oder ungeheuereId Stein- und Erbmassen aufführet; sondern durch we-W nige, verständig angeordnete, Kasematten, um den Ge-st brauch des Geschützes sich bis zu dem spätern Zeit-en punkte der Belagerung zu erhalten, wird man dene> Zweck 'eines kräftigen und dauernden Widerstandes er-reichen.

222. Auf dem Abhänge des Berges allein wirdr>AmNcrg.^ man nicht leicht eine Festung finden. Wohl aber ziehetsich, in sehr gebirgig«, Gegenden, der Umriß von demst, befestigten Berge hinab in das Thal, oder aus letzte-st re,n eine beherrschende Höhe hinauf, um die Kuppe-s des anstoßenden Berges, durch eine darauf gelegte Ei-er tadelte oder Fort, zu behaupten. Auch hier hat die,c> Form des Abhanges mit seinen Schluchten, nicht aus-dt ^füllenden Wasserrissen und sähen Felsen einen noth-ec wendigen Einfluß in die Regelmäßigkeit des Umrisses,e- P