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3 (1829) Von dem Untergange des weströmischen Reiches bis zum Anfange der Kreuzzüge / nach den Quellen bearbeitet von F. v. Kausler
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10
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kische König nahm diesen Vorschlag an und überzogBurgund mit Krieg. Gondebald, dem der Verrathdes Bruders unbekannt war, ließ diesen um Hülfeersuchen, und Beyde stellten sich mit vereinten Streit-kräften bey Dijon an den Ufern der Ousche den Fran-ken entgegen. Hier kam es zur Schlacht; im entschei-denden Augenblicke ging Godegiscl zu den Frankenüber, die einen vollständigen Sieg erfochten und Gon-dcbald zur Flucht nach Avignon zwangen.

5o-. Belagerung und Eroberung von Amida.

Der persische König Cabades, dem die Schwächedes Kaisers Anastasius nicht unbekannt war, brachunvermuthet jn Armenien ein und bedrohte Amida,das vor mehr als ,oo Jahren schon einmal die an-dringenden Perser von dem vströmischen Reiche abge-halten hatte. Die Besatzung dieser Stadt war nurschwach, allein die Einwohner zeichneten sich seit lan,ger Zeit durch Tapferkeit und Geschicklichkeit in Füh-rung der Waffen aus.

Cabades hatte die Belagerung bereits begonnen,als der kaiserliche Gesandte Rufinus im persischen La-ger anlangte und dem Könige eine beträchtliche Summeanbot, wofern er die Belagerung dieser Stadt aufhe-ben und sich von griechischem Boden zurückziehenwürde. Statt aller Antwort ließ Cabades den Rufi-nus in Fesseln legen und setzte die Belagerung mitNachdruck fort.

Don Seiten des Kaisers kam den Einwohnernvon Amida keine Hülfe zu. Dagegen thaten die grie-