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3 (1829) Von dem Untergange des weströmischen Reiches bis zum Anfange der Kreuzzüge / nach den Quellen bearbeitet von F. v. Kausler
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237
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ibr in den Hafen eindrang. Mit nur wenigen Trup-pen gelang es dem griechischen Feldherrn, das offeneMeer zu gewinnen und nach Constantinopel zu ent-kommen, während Haffa» sich abermals Carthago'sbemächtigte und die Mauern dieser Stadt schleifen ließ.

Einnahme von Constantinopel. 698.

Die Einwohner der Provinz Cibyra, des altenCariens und Lyciens, empörten sich gegen den KaiserLcontius und riefen ihren Statthalter Absimarus unterdem Namen Tibcrius II. zum Kaiser aus. TiberiuSbrachte in Eile eine Flotte zusammen und siegelte mitdieser vor Constantinopel, wo er dicht vor der Stadtin dem Meerbusen von CeraS Anker warf. KaiserLcontius traf die nöthigen Vertheidigungsanstalten undleistete den Angriffen der Empörer tapfern Widerstand.

Allein dem Usurpator TiberiuS gelang es, die Offiziere,welche mit der Bewachung der Vorstadt der Blachcrncnbeauftragt waren, durch Bestechung zu gewinnen. Aufsolche Weise drang er von dieser Seite in Constantino-pcl ein, plünderte die Häuser und ließ die Einwohnergleich besiegten Feinden behandeln. Kaiser Leonriusward mit abgeschnittener Nase in ein Kloster verbannt.

Einnahme von Constantinopel. 705.

Der vertriebene Kaiser Justinian II. hatte sich auSfeinem Verbannungsorte zu den Bulgaren geflüchtet,und deren Hülfe zur Wiedererlangung des Kaisirthroncserhalten. Unvcrmuthet erschien er vor Constantinopelmit i 5 ,ooo Bulgaren und Slaven, woselbst Kaiser