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3 (1829) Von dem Untergange des weströmischen Reiches bis zum Anfange der Kreuzzüge / nach den Quellen bearbeitet von F. v. Kausler
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7 >s. Schlacht bey Compiegne.

Pipin von Heristal hatte auf dem Sterbebette sei-nen unmündigen Enkel Theodoald zum Hausältestcndes minderjährigen Königs Dagobert III. in Neustrienernannt. Diese Anordnung empörte die Neustrier, diesich nicht von einem Kinde regieren lassen wollten undals Plectrude, Pipins Wittwe, mit ihrem Sohne Theo-doald an der Spitze eines Heeres, nach Paris zog, grif-fen die Neustrier zu den Waffeu, führten den jungenKönig Dagobert III. mit sich und erwarteten das au-strasische Heer im Walde von Guise, nahe bey Com-piegne. Hier kam es zu einer hartnäckigen Schlacht,in welcher die Neustrier endlich siegten. Beynahe allealten Krieger, welche Pipin gebildet hatte, kamen durchdas Schwerdt der Neustrier um's Leben und Theodoaldsah sich zur Flucht genöthigt, worauf die Neustriereinen ifrer Landsleute zum Hausältestcn ernannten.

7 >k. Niederlage der Austrasier.

Raginfrcd, welcher als Hausältcstcr des unfä-higen Chilperichs II. die Angelegenheiten Neustriensbesorgte, beschloß Krieg gegen Carl Martell, der alsHerzog an der Spitze der australischen Völker stand.Zu diesem Ende verbündete sich Raginfred mit demfriesischen Herzoge Radbod. Carl marschirte diesementgegen und bot ihm ei» Treffen an, erlitt jedocheine vollständige Niederlage durch Radbod, der ihnnach beträchtlichem Verluste zur Flucht zwang.